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<chapter title="1-Einleitung" keywords="Abibuch, Abizeitung, Jahrbuch, Anleitung, Tipps, Druck, Layout, Abicd, Beethoven" description="Ein Erfahrungsbericht zu unserem Abibuch-Projekt. Unser gesammeltes Wissen zu Themen wie Projektplanung, Technik, Werbung haben wir in diesem ausführlichen Artikel zusammengefasst.">
<h2><a name="1-Einleitung">1. Einleitung</a></h2>
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Ihr habt euch entschlossen, zur Erinnerung an eine wichtige Zeit ein Heft, Buch, Album zu erstellen. Dann solltet ihr darauf gefasst sein, die nächsten Wochen/Monate in Kellern, Copy-Shops und Verkehrsmitteln zu verbringen und bereit sein, euch mit bestimmten technischen Hintergründen auseinanderzusetzen. (Zumindest einige von euch.)
Der Text entstand aus der Erfahrung heraus, dass sehr viel Arbeit immer wieder aufs Neue gemacht wird, wo sie nicht nötig ist und dass gravierende Fehler immer wieder passieren, ganz einfach weil jeder immer bei Null anfängt. Das ist ärgerlich, unnötig, hat schon für viel Frustration gesorgt und verhindert außerdem, dass wertvolle Arbeitszeit in das Wichtigste investiert wird - den Inhalt. Deswegen soll dieses Dokument so viel Recherche wie möglich schon im Vorfeld abnehmen und allen Beteiligten eine strukturierte Herangehensweise nahe legen, auf dass die kommenden Generationen immer schönere Bücher erstellen werden.
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Gerade denjenigen, denen die Technik bisher ziemlich egal war, sei dieser Text ans Herz gelegt, da hier die größten Gefahren lauern. Hat man erst einmal 120 Portraitfotos in der falschen Auflösung eingescannt, die man danach getrost in die Tonne treten kann, kommt man mit seinem Projekt schnell in ernsthafte Schwierigkeiten. Vor allen Dingen, weil sich immer die Information, die man am dringendsten braucht, nicht wieder herstellen lässt (<a href="http://userpage.chemie.fu-berlin.de/diverse/murphy/murphy.html">Murphy's Law</a>).
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Ein <a href="9-Elektronische-Medien">zusätzlicher Teil</a> befasst sich mit der Erstellung von elektronischen Medien am Beispiel einer CD-ROM und ist daher von Natur aus noch etwas technischer geraten. Hinweise und Anregungen zur Verbesserung des Artikels nehmen wir gerne an.
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<h3><a name="Hinweise-zu-diesem-Text">Hinweise zu diesem Text</a></h3>
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Wir haben unser Abitur im Jahr 2000 an der <a href="http://www.beethoven-oberschule.de/">Beethoven-Oberschule</a> in Berlin-Steglitz gemacht. Erstellt haben wir ein Abibuch mit 268 Seiten in schwarz/weiß und farbigem Titel, dazu eine AbiCD mit Videos, Fotos und etwas Zusatzkram. Im Anschluss entstand dieser Text, den wir mehrfach angepasst und verbessert haben. Bei einer kompletten Überarbeitung im Februar 2007 haben wir die Veränderungen der letzten Jahre berücksichtigt und viel neues Wissen aus späteren Projekten einfließen lassen. Außerdem haben wir uns bemüht, den technischen Teil möglichst unabhängig von sich schnell ändernden Größen wie Prozessorleistung oder bestimmten Programmversionen zu machen, um unsere Tipps allgemeingültig zu halten.
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<p>
Im Folgenden werden wir zunächst Abibuch bzw. Buch als Ausdruck für euer/unser Werk verwenden. Anwendbar sind die Tipps auf so ziemlich jedes Projekt in der Richtung, egal ob ihr euer Werk nun Abizeitung, Jahrbuch oder irgendwie anders nennt. Wenn wir im Singular schreiben, benutzen wir die männliche Form. Das soll der Lesbarkeit dienen und bestimmt keine/keinen davon abhalten, sich in so ein Abenteuer zu stürzen.
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Wir können nicht für die Richtigkeit der genannten Informationen garantieren. Dies gilt im Besonderen für alle technischen Hinweise und Hinweise zu rechtlichen Belangen. Das Dokument wird unter Ausschluss jeglicher Haftung überlassen.
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<chapter title="2-Vorbereitungen" keywords="Abibuch, Abizeitung, Jahrbuch, Anleitung, Tipps, Druck, Layout, Abicd, Beethoven" description="In der Vorbereitungsphase muss ein Team gebildet und ein Zeitplan erstellt werden. Wichtig ist auch ein Raum, der zum Arbeiten und für Besprechungen genutzt werden kann.">
<h2><a name="2-Vorbereitungen">2. Vorbereitungen</a></h2>
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Was man zur Erstellung eines Abibuchs o.ä. auf jeden Fall braucht:
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<li>Leute, die bereit sind, eine Menge zu arbeiten und das Ganze aus Spaß an der Freude tun. Allzu groß sollte euer Team nicht sein, sechs bis zwölf Leute haben sich bewährt, wobei das natürlich sehr variieren kann - je nachdem, wie sehr ihr die einzelnen Aufgaben unterteilt. Klar sollte auch sein, dass einige wesentlich mehr tun werden (müssen) als andere.</li>
<li>Zeit! Viel Zeit! Erfahrungsgemäß hat man davon gegen Ende der Schulzeit genug, wobei wir diesen Text zu einem Zeitpunkt schreiben, zu dem man das Abitur in Deutschland in der Regel nach dreizehn Schuljahren erwirbt und (zumindest in Berlin) zwischen dem schriftlichen und dem mündlichen Abi fast ein halbes Jahr hat, das für das Zeugnis nicht so extrem wichtig ist. Auf jeden Fall solltet ihr möglichst früh anfangen. Ein ausreichend angelegter Fahrplan ist: Ankündigung Ende des Jahres, mit ersten Treffen und Vorbereitung, Arbeitsbeginn nach dem schriftlichen Abitur, Materialsammlung bis zu den Osterferien und dann das Layout. (Vorsicht, mündliches Abi!) Das alles natürlich in dem Bewusstsein, dass alles immer länger dauert, als man eigentlich vorhatte.</li>
<li>Computer! Ohne geht es praktisch nicht. Am besten mehr als einen. Der/die Computer sollten mit größeren Dateien arbeiten können, ohne gleich in die Knie zu gehen. Außerdem solltet ihr mit Scanner und Drucker ausgestattet sein. Ein DVD- oder CD-Brenner ist inzwischen eigentlich auch obligatorisch; einerseits, weil die anfallenden Datenmengen auch größere Festplatten an ihre Grenzen bringen können, andererseits weil man bei soviel Arbeit auch an Sicherungskopien denken sollte. Eine vernünftige Digitalkamera ist ebenfalls von großem Vorteil. (Siehe zum Thema Computer auch <a href="8-Technik">den technischen Abschnitt</a>.)</li>
<li>Einen Redaktionsraum, in dem man in Ruhe arbeiten kann. Am besten wird der natürlich für die Dauer des Projekts für nichts anderes gebraucht.</li>
<li>Eine Adressliste mit allen Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Handynummern vom gesamten Jahrgang. Lasst diese Liste hundertprozentig überprüfen, damit ihr im Buch alle Namen richtig schreibt. (Und glaubt ja nicht, dass ein Name richtig geschrieben bzw. abgetippt ist, nur weil ihr so schlau wart, die Leute sich selbst eintragen zu lassen...) Außerdem werden wahrscheinlich Situationen entstehen, in denen es das Einfachste ist, schnell ein paar Leute durchzutelefonieren. („Dürfen wir deinen zweiten Vornamen im Rätsel veröffentlichen, ja oder nein...?“)</li>
</ol>
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Nachdem sich die Leute, die am Buch mitarbeiten wollen, zu einer Gruppe zusammengefunden haben, solltet ihr ein Brainstorming veranstalten, um bei der Vorstellung von eurem Projekt erst mal halbwegs auf einen Nenner zu kommen. Rechnet damit, dass auch von den guten Ideen längst nicht alles realisiert werden kann und geht davon aus, dass das Team in nächster Zeit wahrscheinlich deutlich schrumpfen wird. Das ist normal und kein Grund auf jemanden sauer zu sein - nur solltet ihr möglichst früh das Team auf diejenigen reduzieren, die wirklich viel Zeit und Arbeit investieren können und wollen und darauf achten, dass ihr nicht gleich beim ersten Treffen wichtige Aufgaben an Leute vergebt, die dann später aussteigen. (Überhaupt sollte man in der Regel beim ersten Treffen noch keine Aufgaben an einzelne Personen vergeben.) Leute, die gerne helfen, aber wenig Zeit haben, sollte man zwar nicht ins Kernteam nehmen, aber auch deshalb nicht gleich vergraulen. Es gibt genug Arbeit, die sich auf viele verteilen lässt. Diese ganze Team-Geschichte ist meistens etwas heikel, ergibt sich aber normalerweise von selbst.
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Wenn ihr ein sehr großes Team habt, legt möglichst bald fest, wer das Layout macht. Mehr als vier Leute sind hier kaum sinnvoll - die anderen haben mit Artikel schreiben, Mitschülern hinterher rennen und Werbekunden finden mehr als genug zu tun.
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Besorgt euch am besten Abibücher von früheren Jahrgängen und anderen Schulen. Es gibt Standards, die wohl jeder Jahrgang aufnehmen wird und bei denen man vielleicht wissen möchte, was für Varianten es gibt (bzw. schon mal gab) und man wird sicher auch Dinge finden, an die man selber gar nicht gedacht hat.
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Wenn ihr im Groben wisst, was in euer Buch aufgenommen werden soll, beginnt die Arbeit mit den Leuten, die gleichzeitig eure wichtigste Zielgruppe und eure wichtigsten Autoren sind:
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</chapter>
<chapter title="3-Der-Jahrgang" keywords="Abibuch, Abizeitung, Jahrbuch, Anleitung, Tipps" description="Die enge Kommunikation mit dem Jahrgang ist für den Erfolg des Abibuchs entscheidend.">
<h2><a name="3-Der-Jahrgang">3. Der Jahrgang</a></h2>
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Haltet den Jahrgang immer auf dem Laufenden und seht zu, dass ihr Kurs-, Klassen-, Fahrtberichte und ähnliches möglichst früh an bestimmte Leute vergebt, so dass ihr Ansprechpartner habt, die für die rechtzeitige Abgabe verantwortlich sind. Ihr werdet feststellen, dass die Zeit, die ihr den Leuten gebt, immer „viel zu kurz“ ist, obwohl 85% ihre persönliche Seite erst drei bis vier Tage vor dem Abgabetermin machen. Im Allgemeinen gilt im Umgang mit all euren Co-Autoren: Setzt Deadlines fest, die ihr als unverrückbar und endgültig darstellt (festes Einbinden ins Layout, später nicht mehr möglich...) und nehmt unter der Hand selbstverständlich trotzdem die Berichte, die zwei Tage zu spät kommen. Klingt vielleicht etwas unehrlich, hat sich in der Praxis aber bewährt. Ihr solltet schließlich auch über jede Seite, die ihr bekommt, froh sein, die Idee ist ja ein gemeinsames Abibuch. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass der gesamte Jahrgang Autor des Buches ist. Wer sich selbst als Autor und nicht eher als Layouter und Dienstleister definiert, wird wahrscheinlich schnell auf Granit beißen.
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Niemand sollte am Ende sagen können, er hätte von einem Abgabetermin nichts gewusst. Sucht euch eine Stelle, an der alle vorbei müssen und hängt in den letzten Tagen Countdown-Plakate auf. Denkt auch daran, den Mitschülern die Möglichkeit zur indirekten Mitarbeit zu geben. Stellt noch vor Beginn eurer Arbeit einen Briefkasten auf, über den man Anregungen einreichen kann. Dann habt ihr gleich zu Anfang eine ungefähre Vorstellung, was erwartet wird und bekommt außerdem Aufmerksamkeit für euer Projekt, was auf euch wie auf den Jahrgang motivierend wirken sollte. Obwohl zu Anfang so eines Projektes die Motivation meistens kaum ein Problem darstellt...
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</chapter>
<chapter title="4-Die-Teile-des-Abibuchs" keywords="Abibuch, Abizeitung, Themen, Anleitung, Tipps" description="Ein Abibuch besteht aus typischen Teilen wie den persönlichen Seiten, Kursberichten und Umfragen und einigen neuen Ideen. Diese Inhalte werden entweder vom Abibuch-Team erstellt oder müssen vom gesamten Jahrgang beigetragen werden.">
<h2><a name="4-Die-Teile-des-Abibuchs">4. Die Teile des Abibuchs</a></h2>
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Im Groben lässt sich euer Buch in zwei Bereiche aufteilen: Der, den ihr selber komplett erstellt und der, bei dem ihr euch darum kümmern müsst, dass die Beiträge rechtzeitig da sind und ordentlich ins Layout übernommen werden. Wir werden jetzt auf die Teile eingehen, die wohl in den meisten Abibüchern vorkommen, zuerst die, die ihr komplett selber macht. Auf jeden Fall solltet ihr möglichst früh den ungefähren Gesamtumfang eures Buches bestimmen, damit ihr die Druckkosten kalkulieren könnt. Wenn ihr wisst, ob ihr beispielsweise die Steckbriefe auf je eine Seite drucken wollt, oder immer zwei zusammen, lässt sich der Umfang der einzelnen Teile ja ziemlich genau bestimmen.
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<h3><a name="Geleitwort">Geleitwort</a></h3>
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Einleitende oder abschließende Worte vom Schuldirektor, Elternsprecher, o.ä sind häufig üblich und werten das Buch auf. Bittet den Betreffenden frühzeitig darum, damit er genug Zeit hat etwas Angemessenes zu formulieren. Die Koordination mit Elternsprechern ist häufig etwas langwierig und der Direktor hat bestimmt keine Lust, zwei Tage vor Drucklegung noch schnell was möglichst Kreatives hinzuklieren.
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<h3><a name="Steckbriefe">Steckbriefe</a></h3>
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Ein Steckbrief ist das Mindeste, was von jedem Schüler im Abibuch vorhanden sein sollte. Informationen wie Kurse, Geburtstag, Spitzname, Lieblingslehrer etc. könnt ihr bekommen, indem ihr einen Fragebogen verteilt. Seid hinterher, dass ihr die Zettel früh zurück bekommt. Dann habt ihr sie sicher und außerdem liegt hier die meiste Tipparbeit, mit der dann begonnen werden kann.
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Wenn ihr einheitliche und aktuelle Fotos haben wollt, denkt daran, dass ihr sie selbst machen müsst. Das bedeutet, dass ihr die Leute entweder in den Pausen oder während Freistunden vor die Kamera zerren oder sie aus dem Unterricht holen müsst. Wenn möglich, ist letzteres natürlich besser, weil dann alle da sind und man die Aktion schneller (in ein bis zwei Tagen) durchziehen kann. Sucht euch einen Ort in der Schule, an dem ihr eine Kamera mit Stativ aufbauen könnt und denkt daran, dass ihr wahrscheinlich ein Hintergrundmotiv oder einen Rahmen haben wollt, den ihr am besten gleich mitfotografiert. (Wir haben die Portraitfotos am Computer mit eigenen Hintergründen versehen. Das gab uns größeren Freiraum bei der Gestaltung, hat aber auch eine ganze Menge Arbeit gemacht.) Denkt außerdem daran, dass es auch oft Leute gibt, die nicht fotografiert werden möchten. (Siehe hierzu auch <a href="7-Rechtliches">Rechtliches</a>.)
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Ebenfalls beliebt sind Umfragen, bei denen man zu jedem schreiben kann, was einem einfällt. Unsere Erfahrungen mit dieser Art der anonymen Beliebtheitsmessung waren ziemlich durchwachsen. Man glaubt kaum, wie bösartig viele Menschen werden, sobald sie sich im Schutz der Anonymität wissen. Solltet ihr solche Umfragen einholen wollen, macht klar, dass ein Abibuch nicht das Medium für die große Abrechnung ist und macht euch auf eine aufwändige Auswertung gefasst.
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Manchmal werden auch die E-Mail- und Postadressen, Telefon- und Handynummern usw. zu einer Adressliste zusammengefasst. Denkt in diesem Fall daran, euch die Erlaubnis von allen zu holen. <!-- Name und Adresse gehören zwar rechtlich nicht zu 'persönlichen Daten', aber jeder sollte selbst entscheiden können, an wen er seine Adresse vergibt. -->
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<h3><a name="Fotoseiten-und-Fotos-allgemein">Fotoseiten und Fotos allgemein</a></h3>
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Fotos von Fahrten, Aktionen und der Abizeit sind eine schöne Erinnerung und im Abibuch genau richtig aufgehoben. Für aktuelle Fotos aus der Abizeit, z. B. aus dem Unterricht oder vom Pausenhof bestimmt ihr am besten einen oder mehrere Fotografen. Ältere Fotos von Klassenfahrten und ähnlichen Aktionen könnt ihr gleich im ersten Rundschreiben anfordern, dann werdet ihr sicherlich mit ausreichend Material versorgt. Überlegt vorher, in welchem Umfang ihr Fotoseiten ins Abibuch aufnehmen möchtet.
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Eine besondere Variante der Fotoseiten sind thematisierte Bilderserien, wie Babyfotos (wer ist wer?), Lehrerfotos, „unser Jahrgang auf dem Pausenhof“, usw.
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<h3><a name="Umfragen">Umfragen</a></h3>
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Umfragen machen bei wenig Umfang relativ viel Arbeit, sind aber trotzdem fast schon ein Essential. Seid etwas vorsichtig mit den Titeln, die ihr zu vergeben habt. Ein Unpünktlichster kann sicher problemlos gewählt werden, während man abwägen sollte, ob man denn nun wirklich einen Unfreundlichsten wählen will. Man wählt ja auch die schönsten Augen und nicht die hässlichsten...
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<h3><a name="Bonusmaterial">Bonusmaterial</a></h3>
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Von einem „Welcher Lehrer hat das gesagt“-Quiz über „Quer durch unsere Schule“-Würfelspiele bis zu einem „Der Hund unseres Hausmeisters“-Portraitwettbewerb - euch fällt bestimmt noch genug ein. Allerdings ist bei diesen ganz eigenen Ideen auch die Gefahr am größten, dass man den Arbeitsaufwand falsch einschätzt. Jedenfalls solltet ihr erst einmal an die Dinge denken, die wirklich wichtig sind und zusätzliche Inhalte später bearbeiten.
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<h3><a name="Zitate">Zitate</a></h3>
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Meistens reicht schon eine leise Erinnerung an ein paar Leute im Jahrgang ganz am Anfang eures Projekts und ihr werdet ausreichend mit Lehrer- und Schüler-Zitaten versorgt. Achtet nur darauf, dass genug Leute sammeln, damit ihr nicht nur aus ein paar Kursen bzw. von ein paar Lehrern Zitate bekommt.
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Unsere Erfahrung bei Zitaten: Scheut euch nicht auszumisten. Manche Zitate sind, aus dem Kontext gerissen, einfach nicht mehr lustig. (Oder waren es nie...?)
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<h3><a name="Grüße">Grüße</a></h3>
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Während manche seitenweise Grüße von der Länge besserer Abiklausuren abgeben, reichen bei anderen schon zwei bis drei Worte. Das ist zwar soweit nicht problematisch, wird es aber, wenn der Eindruck entsteht, dass manche ein persönliches Poesiealbum aus dem Abibuch machen und andere sich später fragen, warum sie sich mit ihren Grüßen so zurückgehalten haben. Da der Bedarf sehr unterschiedlich ist, sollte man auf Einschränkungen des Umfangs vielleicht besser verzichten. Sollten Einzelne besonders exzessiv grüßen, sprecht diejenigen am besten gezielt an und bittet sie, sich etwas einzuschränken.
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<h3><a name="Berichte">Klassen-, Fahrt- und Kursberichte</a></h3>
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Das Problem mit den Berichten ist, dass immer allen etwas einfällt, das „unbedingt“ Erwähnung finden muss, es aber ziemlich schwierig ist, jemanden zu finden der sich dann mal hinsetzt und all das Wichtige auch aufschreibt. Macht euch klar, aus welchen Kursen auf jeden Fall Berichte kommen sollten (z. B. alle Leistungskurse) und sprecht dort gezielt hoffnungsvolle Gestalten an. Nagelt die Leute immer fest! Akzeptiert kein „vielleicht“. Wenn jemand sagt, er könnte „eventuell“ einen Bericht schreiben, fragt gleich, mit wem er zusammen schreibt und wann der Bericht fertig sein wird. (s. a. <a href="8-Technik#Dateien-von-anderen">Dateien von anderen</a>)
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<h3><a name="Persönliche-Seiten">Persönliche Seiten</a></h3>
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Seine persönliche Seite sollte jeder völlig frei gestalten können. Allerdings muss euch klar sein, dass mehr Freiheit auch mehr Probleme im Layout bedeuten können: Manche Leute haben Ideen wie die Gestaltung einer gemeinsamen Doppelseite, die dann entsprechend eingebunden werden muss und alphabetische Sortierung unmöglich macht. Außerdem muss vorher klar sein, ob die Seiten später von euch noch durch Seitenzahlen, Ränder oder Schmuckrahmen verändert werden. Verzichtet in diesem Teil auf Anzeigen - hier soll sich jeder selbst zum Ausdruck bringen können und meistens fällt das neben einer schlechten Fahrschulwerbung eher schwer.
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Gebt früh genug den individuell verfügbaren Platz und den Abgabetermin bekannt und rechnet mit großem organisatorischem Aufwand. Schließlich habt ihr für diesen Teil so viele Autoren wie Schüler im Jahrgang, bei denen ihr euch um die Abgabe kümmern müsst.
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<h3><a name="Der-Titel">Der Titel</a></h3>
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Für alle die jetzt „Häh, Abibuch 200x, oder?“ gedacht haben - man könnte auch Cover sagen.
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Der Titel ist eine gute Gelegenheit für Basisdemokratie. Er ist als Aushängeschild zwar wichtig und alle wollen darüber mit entscheiden, kann aber, wenn er nicht ganz so gelungen ist, auch nichts wirklich kaputtmachen. Deshalb unser Vorschlag: Wettbewerb! Wer möchte, reicht einen Vorschlag für den Titel ein (Achtung, wahre Künstler brauchen meistens etwas Zeit...) und der Jahrgang wählt. Nachteil: Das Aussehen eures Abibuchs ist keine Überraschung mehr.
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<h3><a name="Vorwort">Vorwort</a></h3>
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Nach der ganzen Arbeit wollt ihr bestimmt ein paar einleitende Worte zu eurem Werk schreiben. Sollte es aufgrund mangelnder Mitarbeit Probleme gegeben haben, ist dies jedoch bestimmt nicht die richtige Stelle, sich bei den Mitschülern zu beschweren. Das mag der eigenen Frustration zwar schnell Abhilfe schaffen, aber wenn man das Buch ein paar Monate später aufschlägt, war alles eigentlich doch nicht so schlimm und man ärgert sich über die negativ gefärbte Einleitung.
</p>
</chapter>
<chapter title="5-Der-Verkauf" keywords="Abibuch, Abizeitung, Verkauf, Tipps" description="Durch den Verkauf des Abibuchs müssen die Produktionskosten gedeckt werden. Um diese nicht vorschießen zu müssen, können vorher Gutscheine verkauft werden.">
<h2><a name="5-Der-Verkauf">5. Der Verkauf</a></h2>
<p>
So niedrig ihr die Produktionskosten auch haltet - Geld werdet ihr wohl verlangen müssen. Niedrig halten solltet ihr den Preis allerdings schon. Ein Puffer bei der Preisgestaltung ist notwendig, vor allen Dingen, wenn ihr das Abibuch nicht im Voraus verkauft (was aber anzuraten wäre) und deshalb das Geld für die Produktion vorschießen müsst.
</p>
<p>
In der Regel ist es ganz gut, wenn ihr mit dem Verkauf von Gutscheinen anfangt, sobald ihr das Material zusammen (aber noch nicht gelayoutet) habt, so dass ihr ungefähr wisst, was überhaupt im Abibuch drin stehen wird und welchen Umfang ihr erreicht, damit ihr wenigstens vage Aussagen zum Inhalt des fertigen Buchs machen könnt.
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<p>
Die Gutscheine sollten in irgendeiner Form kopiergeschützt sein. Am einfachsten ist es, sie mit einer Seriennummer auszustatten, so dass jeder Gutschein nur einmal eingelöst werden kann. Zur Sicherheit am besten den Käufer in einer Liste vermerken. Dann ist zwar hauptsächlich die Liste für den späteren Erhalt des Buches ausschlaggebend, aber wenn man Geld bezahlt möchte man etwas dafür bekommen - und wenn es erstmal nur ein Gutschein ist. Legt einen Vorverkaufstermin fest und kündigt diesen vorher öffentlich an, so dass auch Interessenten außerhalb eures Jahrgangs wissen, wann und wo sie das Buch kaufen können.
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</chapter>
<chapter title="6-Werbung" keywords="Abibuch, Abizeitung, Werbung, Werbevertrag, Sponsoren" description="Werbung im Abibuch soll den Verkaufspreis senken. Es müssen geeignete Werbekunden gefunden und Preise festgelegt werden.">
<h2><a name="6-Werbung">6. Werbung</a></h2>
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Viele Abi-Jahrgänge entscheiden sich für Werbung in ihrem Abibuch, um den Verkaufspreis zu drücken. Übertreiben sollte man es mit der Werbung zwar nicht, aber für die meisten Teams ist das Problem ja eher, an Kunden heranzukommen, als welche abzuwimmeln.
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<h3><a name="Werbekunden">Werbekunden</a></h3>
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Anzeigenkunden können zum Beispiel Geschäfte und Fahrschulen aus der Umgebung sein, aber auch Banken, private Hochschulen und Versicherungen kommen in Frage. Ebenfalls denkbar sind Grußanzeigen von Verwandten und Bekannten. Natürlich müssen sämtliche Aufträge schriftlich festgehalten werden, am besten verwendet ihr einen Mustervertrag. Eine gute Möglichkeit Anzeigekunden zu finden, ist in die Abibücher der vorangegangenen Jahrgänge zu schauen.
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<h3><a name="Der-Kontaktbogen">Der Kontaktbogen</a></h3>
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Als erstes solltet ihr ein Schreiben entwerfen, auf dem ihr euer Projekt kurz (<i>wirklich</i> kurz) darstellt (Schule, Auflage, Anzahl der zu erwartenden Leser, Seitenzahl), die Preise und Kontaktmöglichkeiten nennt. Als Anlage noch ein Blanko-Anzeigenvertrag und ihr habt euer Werbeschreiben. Das ist wichtig, weil sich viele Kunden Bedenkzeit ausbitten, in der ihr ohne solch ein Schreiben in Vergessenheit geratet. Außerdem gibt es Kunden wie Banken, private Hochschulen etc. mit denen ihr nur schriftlich in Kontakt treten könnt. Manche Banken vergeben Anzeigen an Schülerzeitungen u.ä. nur noch über ihre Zentrale. Deshalb solltet ihr auch die Möglichkeit bieten, die Anzeige anders als in bar zu bezahlen; am besten ist natürlich, wenn ihr sowieso ein Konto ausschließlich für euer Projekt zu Verfügung habt. Denkt bei bargeldloser Bezahlung auch an im Vertrag genannte Fristen bis zur Zahlung.
</p>
<h3><a name="Auftreten">Auftreten</a></h3>
<p>
Da es hier um Geld und Verträge geht, sollte man sich um ein ordentliches und professionelles Auftreten bemühen. Zwar sollte sowohl euch als auch euren Anzeigenkunden klar sein, dass ihr keine Profis seid, aber ihr müsst vermitteln können, dass ihr das in euch gesetzte Vertrauen rechtfertigt. Wenn ihr persönlich um Kunden werbt, tretet ihr am besten zu zweit auf. Seid ihr zu viele, macht das einen unkoordinierten Eindruck. Haltet die Balance zwischen professionellem Auftreten und jugendlichem Charme. Zu viel Getue wirkt lächerlich und lässt Zweifel an eurer Zuverlässigkeit aufkommen.
</p>
<h3><a name="Preise">Preise</a></h3>
<p>
Während man mit einer 300-Seiten-Publikation einer Schule mit gutem Ruf und ansehnlichen vorangegangenen Abibüchern, für eine ganze Seite gut und gerne 120 bis 180 Euro nehmen kann, wird ein 35-Schüler-Jahrgang an einer Schule kurz vor nirgendwo vielleicht schon bei 60 Euro an seine Grenzen stoßen. Versucht herauszufinden, was eure Vorgänger verlangt haben und seid euch auch im Klaren darüber, was eure Anzeigenkunden erreichen wollen. Während Banken, die feste Budgets für Anzeigen in Schulzeitungen und Jahrbüchern haben, auf Image-Pflege aus sind und sich weniger um die Reichweite der Publikation kümmern, möchte eine Privathochschule schon wissen, wie viele potentielle Studenten sie erreicht. Am praktischsten sind natürlich Grußanzeigen, sofern ihr euch entschlossen habt, sie anzubieten. Onkel Heinz und Tante Gerda ist der Ruf der Schule (fast) egal und um Werbewirkung machen sie sich auch keine Gedanken. Wenig Sorgen habt ihr natürlich auch mit Anzeigen von Firmen und Geschäften, die Angehörigen eurer Mitschüler gehören und deshalb eher Spendencharakter haben.
</p>
<p>
Gestaltet die Preise am besten so, dass kleine Anzeigen im Verhältnis teurer sind. Wenn die ganze Seite 125 Euro kostet, kostet eine Viertelseite vielleicht 40 Euro. Dadurch bekommt man eher große Formate, was das Buch im Layout weniger auseinander reißt, technisch einfacher ist und schlicht mehr Geld bringt. Auf jeden Fall solltet ihr eine einheitliche Preisliste haben und nicht versuchen, den Preis jedes Mal auszuhandeln; da weiß keiner woran er ist.
</p>
</chapter>
<chapter title="7-Rechtliches" keywords="Abibuch, Abizeitung, Bildrechte, Impressum" description="Da ihr etwas veröffentlichen werdet, müsst ihr euch mit auch mit rechtlichen Fragen auseinander setzen. So muss es ein korrektes Impressum geben und ihr dürft z.B. niemanden beleidigen oder ungefragt abbilden.">
<h2><a name="7-Rechtliches">7. Rechtliches</a></h2>
<p>
Wer eine Zeitung oder ein Buch veröffentlicht, ist für den Inhalt verantwortlich. Deswegen sollte man <i>absolut gar nichts</i> ungelesen ins Layout rutschen lassen. Wenn es wegen beleidigender, rassistischer, sexistischer oder anderweitig anstößiger Inhalte Ärger gibt, hilft es nichts, dass die auf einer persönlichen Seite eines einzelnen Schülers sind - haftbar ist immer erst einmal der Herausgeber. Und der muss genannt werden.
</p>
<h3><a name="Das-Impressum">Das Impressum</a></h3>
<p>
<b>Achtung: Dieser Absatz bezieht sich auf das Landespressegesetz von Berlin. Die Bestimmungen können in den einzelnen Bundesländern variieren.</b>
</p>
<p>
Jahrbücher sind „Druckwerke von Jugendlichen für Jugendliche“ was bedeutet, dass sie in vielen Belangen wie Schülerzeitungen behandelt werden. So muss z. B. der verantwortliche Redakteur das einundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben und nicht einmal unbeschränkt geschäftsfähig sein. Da ein Jahrbuch auch kein „periodisch erscheinendes Druckwerk“ ist, muss nicht einmal ein verantwortlicher Redakteur im Impressum angegeben werden. Zwingend notwendig sind die Angabe von „Name oder Firma und Wohnort oder Geschäftssitz des Druckers und des Verlegers, beim Selbstverlag des Verfassers oder des Herausgebers“. Da ihr sicherlich nicht für einen Verlag arbeitet, trifft wohl letzteres zu. Zum Thema Impressumspflicht und Rechtsgrundlagen gibt es <a href="http://www.schuelerzeitung.de/de/sz-handbuch/rechtliches/">ausführliche Informationen</a> (im Text nach „Impressumspflicht“ suchen) bei der <a href="http://www.jugendpresse.de/">Jugendpresse Deutschland</a>. Die Pressegesetze der Länder findet man unter <a href="http://www.presserecht.de/">www.presserecht.de</a>.
</p>
<p>
Soweit zum Rechtlichen. Ansonsten könnt ihr ins Impressum sämtliche Mitarbeiter schreiben, die euch eine Erwähnung wert sind. Üblich ist eine Nennung der Mitarbeiter der verschiedenen Bereiche, falls ihr die Arbeit soweit aufgeteilt habt. (Redaktion, Layout, Titel...) Wer sich Diskussionen um Arbeitsanteile ersparen möchte, nennt die Mitwirkenden einfach in alphabetischer Reihenfolge.
</p>
<h3><a name="Werbung">Werbung</a></h3>
<p>
Anzeigen, die sich nicht deutlich vom redaktionellen Teil abheben, müssen mit dem Wort „Anzeige“ kenntlich gemacht werden.
</p>
<h3><a name="Das-Recht-am-eigenen-Bild">Das Recht am eigenen Bild</a></h3>
<p>
Nach den <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/index.html">§§ 22 ff. Kunst-Urheber-Gesetz</a> (KunstUrhG, Stand 2006) bedarf die Veröffentlichung einer Abbildung einer Person grundsätzlich deren Einverständnis. Dieses kann direkt (schriftlich oder mündlich, egal) oder durch schlüssiges Handeln (bewusstes Posieren, Annahme eines Honorars) erklärt werden. Die Erlaubnis können nur der Abgebildete, sein gesetzlicher Vertreter oder dessen Hinterbliebene (bis zu zehn Jahre nach dem Tod) geben. Dieses Einverständnisses bedarf die Veröffentlichung dann, wenn der Abgebildete individuell erkennbar ist. (Dafür reicht aber schon, wenn z. B. jemand eine auffällige Frisur hat, die seine Bekannten auf einem Gruppenfoto wieder erkennen würden.)
</p>
<p>
Ausnahmen von dieser Bestimmung sind Abbildungen von „absoluten Personen des Zeitgeschehens“, d. h. bekannte Politiker, Künstler oder andere Personen des öffentliche Lebens und „relativen Personen des Zeitgeschehens“, also Menschen, die nicht dauerhaft oder in Verbindung mit einem Ereignis im Licht der Öffentlichkeit stehen, Angeklagte bei Prozessen von öffentlichem Interesse etwa. Bei letzteren muss für die Abbildung immer der Bezug zu dem aktuellen Ereignis vorhanden sein. (Das wäre dann also bei einem Angeklagten die Straftat, bzw. der Prozess.)
</p>
<p>
Einer Erlaubnis bedarf die Veröffentlichung außerdem dann nicht, wenn...
</p>
<ul>
<li>die Person auf dem Bild nur Beiwerk ist. (Passanten auf Fotos von Sehenswürdigkeiten etwa.)</li>
<li>die Abbildung eine Demonstration oder eine andere größere Menschenmenge zeigt.</li>
<li>es sich um eine steckbrieflich gesuchte Person handelt. (Nur wer hat so was in einem Abibuch?)</li>
</ul>
<p>
Einen <a href="http://www.jugendpressedienst.de/rd/591.php">Artikel zum Thema Bildrechte</a> gibt es beim <a href="http://www.jugendpressedienst.de/">Jugendpressedienst der AOK</a>.
</p>
</chapter>
<chapter title="8-Technik" keywords="Abibuch, Abizeitung, Layout, Druck, Software, Bildbearbeitung" description="Bei der Technik gibt es viele Dinge im Vorfeld zu beachten, um nicht auf halbem Wege von vorne anfangen zu müssen. Viel hängt von der Auswahl der Programme und Dateiformate und ab und in welchem Verfahren gedruckt werden soll.">
<h2><a name="8-Technik">8. Technik</a></h2>
<h3><a name="Druckvorlage">Druckvorlage</a></h3>
<p>
Die Vorlage für die Druckerei solltet ihr komplett am Computer erstellen. Zwar ist es grundsätzlich auch denkbar, der Druckerei einen Stapel Papier zum Kopieren zu geben, allerdings hat man dann nur wenig Kontrolle über das Endergebnis und muss sicherlich deutliche Abstriche bei der Qualität hinnehmen. Außerdem akzeptieren viele Druckereien so etwas überhaupt nicht oder verlangen einen hohen Aufpreis für die Bearbeitung.
</p>
<p>
Das Layout solltet ihr also in eurem DTP-Programm fertigstellen und als Datei an die Druckerei geben. Dabei sind viele technische Feinheiten zu berücksichtigen: Fügt ihr Seitenzahlen in das Layout ein oder soll das die Druckmaschine machen? Wird ein Seiten- oder Bindungsrand benötigt? Normalerweise werden die Seiten auf ein etwas größeres Format gedruckt und danach zugeschnitten, so dass man die Seiten bis zum Rand bedrucken kann. Allerdings muss man auch dann daran denken, dass durch die Bindung die einzelnen Seiten nie vollständig sichtbar sind.
</p>
<p>
Auf jeden Fall solltet ihr euch genug Zeit nehmen, um eine gute Druckerei zu finden. Oft wird mit niedrigen Kosten pro Seite geworben, wo es versteckte Kosten gibt. Ihr solltet euch erst einmal über das Internet eine ungefähre Vorstellung von den Kosten verschaffen und dann entscheiden, wie edel euer Buch werden soll. Ein farbiger Umschlag auf Karton und eine gute Bindung sind ihr Geld auf jeden Fall wert, ob ihr Teile oder sogar den gesamten Inhalt in Farbe drucken lasst hängt wohl nicht zuletzt von eurem Budget ab.
</p>
<p>
Lasst euch gleich zu Anfang möglichst ausführlich insbesondere zu Auflösungen, Dateiformaten und Druckrändern beraten und scheut euch nicht noch einmal anzurufen, wenn während eurer Arbeit neue Fragen auftauchen. Eventuell kann ein Vorabdruck eures Buches viel Ärger ersparen, weil ihr nur dann genau wissen könnt, was ihr am Ende bekommt, allerdings ist dieser in der Regel ziemlich teuer.
</p>
<h3><a name="Grundausstattung">Grundausstattung</a></h3>
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Wir gehen die Sache mal von hinten an und erzählen erst einmal, womit wir so gearbeitet haben:
Ein Athlon 500 MHz, 128 MB RAM und ein Computer mit 233 MHz und 64 MB RAM, verbunden über Ethernet und mit Windows 98 Betriebssystem. Dazu zwei Scanner und ein Laserdrucker. Sicherungskopien und CDs für die Druckerei haben wir mit einem CD-Brenner erstellt.
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Fotos, die nicht gescannt wurden, haben wir mit einer Nikon Coolpix 950 Digitalkamera gemacht. (2 Megapixel, maximale Auflösung 1600&#215;1200 Pixel.) Außerdem hatten wir einen älteren Laptop, den wir zum Zwischenspeichern der Portraitfotos verwenden konnten, als wir den Jahrgang fotografiert haben.
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All diese Geräte sind heute hoffnungslos veraltet, aber es hat funktioniert. Heutige Computer können noch größere Dateien noch schneller laden und speichern, aber die Arbeit muss nach wie vor derjenige tun, der davor sitzt. Das Wichtigste aber ist: Für euer Werkzeug ist Qualität wichtiger als Quantität.
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Was ihr braucht:
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<li>Einen leistungsfähigen Computer, auf dem ihr mit eurem Layoutprogramm zügig arbeiten könnt.</li>
<li>Weitere PCs für andere Aufgaben wie Tippen oder Scannen.</li>
<li><a href="8-Technik#Software">Software</a> für Layout und Bildbearbeitung.</li>
<li>Ein Drucker für Aushänge, Informationen, Probedrucke zum Korrekturlesen, usw.</li>
<li>Einen Massenspeicher für Sicherungen und um eure Daten zur Druckerei zu bekommen. In der Regel sollte das ein CD/DVD-Brenner sein.</li>
<li>Einen Scanner. Ausreichend ist im Prinzip jeder normale Flachbettscanner. Eventuell ist die Geschwindigkeit für euch wichtig.</li>
<li>Eine Kamera, wenn ihr aktuelle Bilder im Buch haben möchtet. Eine Digitalkamera ist auf jeden Fall vorteilhaft, weil die Bilder dann nicht erst entwickelt und danach wieder gescannt werden müssen.</li>
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Wenn mehrere Computer verwendet werden, sollten sie vernetzt sein, um Dateien einfach austauschen oder einen vorhandenen Internetzugang gemeinsam nutzen zu können. In der Regel ist es sinnvoll, eine bestimmte Aufgabe wie Layout oder Bildbearbeitung nur an einem bestimmten Computer zu machen und vor allen Dingen für eine Aufgabe auch nur ein bestimmtes Programm zu benutzen. Dann muss man sich nämlich nur einmal einarbeiten, kann sich gegenseitig helfen und bekommt keine Probleme beim Austausch von Daten.
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<h3><a name="Was-ihr-wissen-solltet">Was ihr wissen solltet</a></h3>
<h4><a name="Ordnung">Ordnung</a></h4>
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Wenn Ordnung das halbe Leben ist, so bedeutet sie für die Dauer eures Projekts das ganze für euch. Bei den Massen an Daten - wir hatten knapp 5 Gigabyte Backup in 3023 Dateien - die ihr verwalten müsst, könnt ihr leicht ins Schleudern geraten. Gebt den Dateien ausführliche, möglichst genaue Benennungen und sortiert möglichst sauber in Ordner und Unterordner. Faustregel: Wenn drei oder mehr Dateien zum selben Thema gehören, kommen sie in einen eigenen (Unter-) Order. Außerdem solltet ihr lernen mit der „Suchen“-Funktion eures Betriebssystems umzugehen. Es kann ohne Weiteres passieren, dass Arbeit mehrfach gemacht wird und man erst später merkt, dass da ja schon eine Datei mit gleichem Inhalt war.
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Auf jeden Fall müsst ihr regelmäßig Sicherungskopien anlegen. Am besten werden die auf CD oder DVD gebrannt, wo sie nicht mehr versehentlich gelöscht werden können. Sicherung auf Festplatte nur dann, wenn es eine externe ist, die nach dem Backup entfernt wird.
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In der heißen Phase sollte täglich eine Sicherung durchgeführt werden. Das ist kein großer Aufwand und spart im Zweifel sehr viel Ärger.
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<h4><a name="Scannen">Scannen</a></h4>
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Scannen ist eine Wissenschaft für sich. Wenn euer Buch in Graustufen gedruckt wird, seid ihr allerdings schon das halbe Problem los und braucht euch nicht um Farben zu kümmern. Also, gescannt wird schon mal alles in Graustufen. Das zweite wichtige Thema ist die Auflösung: Ist sie zu klein, reicht die Qualität des Scans nicht und das Bild sieht pixelig aus. Ist sie zu hoch, wird die Datei unnötig groß (doppelte Auflösung = vierfache Dateigröße), lässt sich schwerer bearbeiten und wird schlimmstenfalls von der Druckerei nicht genommen.
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Ihr braucht mit großer Sicherheit nur 150-200 dpi bei euren Scans, mehr nur dann, wenn ihr nachträglich im Computer vergrößern wollt. In der Regel kann man also einfach alles mit 300 dpi scannen und hat noch genug Luft im Layout. Mehr als 600 dpi bringt absolut nichts; erstens, weil ihr diese Menge an Daten nicht braucht und zweitens, weil die meisten Scanner bei höher eingestellter Auflösung Bildpunkte dazurechnen (Interpolation).
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Achtung! Tintenstrahldrucker funktionieren anders als professionelle Druckmaschinen und arbeiten mit höheren dpi-Werten.
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<b>Fragt auf jeden Fall eure Druckerei, welche Auflösungen sie akzeptiert, bzw. für sinnvoll hält. Verwechslungsgefahr: Die Auflösung eurer Scans muss nichts mit der endgültigen Auflösung für die Dateien zu tun haben.</b>
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<h4><a name="Dateien-von-anderen">Dateien von anderen</a></h4>
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Die meisten Leute werden wahrscheinlich Textverarbeitungen wie Microsoft Word verwenden und auch Dateien in diesen Formaten abgeben wollen. Diese Dateiformate sind leider nicht layout-sicher, d. h. ihr könnt nicht sicher sein, dass der Inhalt auf eurem Rechner auch so aussieht wie auf dem des Autoren. Außerdem gibt es Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Programmen und Versionen. Das beste Format für fertig gestaltete Seiten ist PDF. Richtig erstellt garantiert es das gewollte Seiten-Layout und lässt sich gut in Layout-Programme oder die fertige Druckdatei einbinden. Seiten mit komplexen Layouts kann man sich auch gleich fertig auf Papier geben lassen. Scannen macht normalerweise weniger Arbeit und erzeugt nur bei gedrucktem Text merklichen Qualitätsverlust. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, kamen alle persönlichen Seiten komplett fertig auf Papier zu uns.
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Stellt euch aber auch darauf ein, dass Leute mit einem halbfertigen Layout ankommen und vielleicht noch ein Foto integriert haben wollen.
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Natürlich müsst ihr euch bemühen, es eurem Jahrgang leicht zu machen und so viele Dateiformate wie möglich annehmen, ohne dass ihr eure Arbeit zu sehr erschwert. Gebt bekannt, was ihr akzeptiert.
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<h4><a name="Arbeiten-mit-Digitalkameras">Arbeiten mit Digitalkameras</a></h4>
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Mit Digitalkameras kann man günstig Fotos machen und diese dann unkompliziert am Computer verarbeiten. Man kann beispielsweise ein paar schöne Bilder in der Schule machen, wenn man eine Kamera ein paar Tage mit sich herumträgt. Auch Fotos von Kursen, die das sonst nicht hinbekommen würden kann man machen; denkt aber daran, dass ihr die ganzen Bilder dann auch in das Layout der Kursberichte einfügen müsst.
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Eine Auflösung von 1600&#215;1200 Pixel (ca. 2,1 Megapixel) reicht aus um eine halbe DIN-A4-Seite füllen, auch wenn das Foto vorher noch etwas zugeschnitten wurde. Wenn ihr Fotos großformatig drucken wollt (deutlich mehr als eine halbe DIN A4-Seite) darf es auch etwas mehr sein. Zum Thema Foto-Auflösung solltet ihr euch auch die <a href="http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=11516">Digitalfoto-FAQ von dslr-forum.de</a> und den <a href="http://www.digitalkamera.de/Tip/04/38-de.htm">Grundlagen-Artikel von digitalkamera.de</a> durchlesen.
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Auch für eure Fotos gilt: Wer vorher sichert, hat später keinen Ärger. Ihr solltet auf jeden Fall eine <i>unveränderte</i> Kopie von sämtlichen Bildern aufbewahren, so wie sie gemacht wurden. Wenn bei der Bearbeitung dann etwas schief geht, habt ihr noch das Original.
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<h3><a name="Software">Software</a></h3>
<h4><a name="DTP-Programme">DTP-Programme</a></h4>
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Ein richtiges DTP-Programm ist sicherlich das beste Werkzeug zur Erstellung eines Buches am Computer - jedenfalls wenn man damit umgehen kann. InDesign und QuarkXPress sind Profi-Programme, mit denen man auch komplexe Layouts zustande bringen kann. Ein Vertreter aus dem Open-Source-Bereich ist das kostenlose <a href="http://www.scribus.net/">Scribus</a>. Diese Programme sind formatsicher und auf die Arbeit mit großen Dateien ausgelegt. Allerdings unterscheidet sich die Bedienung teilweise deutlich von Textverarbeitungen und man sollte die benötigten Funktionen beherrschen, bevor man sich an die Arbeit für ein Buch macht. Das bedeutet: Der gesamte Arbeitsablauf vom Datenimport über das Layout bis zum Export für den Druck muss bekannt und erprobt sein.
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<h4><a name="Textverarbeitungsprogramme">Microsoft Word und andere Textverarbeitungsprogramme</a></h4>
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Es ist etwas peinlich: Auch wir haben den größten Teil unseres Buches in Word gelayoutet, da wir - natürlich - die meisten Dateien in diesem Format bekommen haben und eine ordentliche Übernahme in unser DTP-Programm selbst bei sporadisch gelayouteten Seiten unmöglich war.
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Also: Ja, es ist möglich, so ein Projekt mit einer besseren Textverarbeitung wie Microsoft Word oder dem kostenlosen <a href="http://de.openoffice.org/">OpenOffice</a> durchzuziehen, auch wenn man dann vielleicht nicht die hundertprozentige gestalterische Freiheit hat. Allerdings sollte man beachten, dass die bisherigen Word-Versionen (bei anderen Textverarbeitungen ist das leider auch nicht sehr viel anders) nicht gerade ein Musterbeispiel an Stabilität und Formatzuverlässigkeit sind. Es kann schon mal vorkommen, dass eine gespeicherte Word-Datei auf einem anderen Computer auf einmal ein völlig anderes (selten erfreuliches) Layout hat. Deshalb: Nie mehr als zehn bis zwölf Seiten in einer Datei speichern. Bei Seiten mit vielen Bildern und/oder Grafik deutlich weniger. Fertige Seiten zusätzlich zum Speichern gleich noch einmal ins Endformat drucken/speichern.
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<h4><a name="Bildbearbeitungsprogramme">Bildbearbeitungsprogramme</a></h4>
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Ihr werdet zwar sicherlich nicht euer komplettes Layout mit einem Bildbearbeitungsprogramm erledigen, brauchen werdet ihr aber bestimmt eines. Im Zweifelsfall reicht da durchaus schon die Light-Version von irgendeinem unbekannten Programm, die ihr zusammen mit eurem Scanner gekauft habt. Auch der Microsoft Photo Editor liegt öfter mal ungenutzt auf der Fesplatte/CD - er ist ein Teil von Microsoft Office und wird teilweise auch mit Word mitgegeben. Photoshop und ähnliche Profiprogramme lohnen sich erst wenn man auch weiß, wie man mit ihnen umgeht, bei Unerfahrenen ist sonst die Gefahr des Erschlagenwerdens eher ein Problem. In diese Kategorie fällt auch das kostenlose <a href="http://www.gimp.org/">Gimp</a>.
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Wir haben mit der Version 3 von Uleads PhotoImpact sehr gute Erfahrungen gemacht, da das Programm alle wichtigen Funktionen bietet und sich dabei aufs Wesentliche konzentriert. Solche älteren oder kleineren Programme bekommt man schon für sehr wenig Geld.
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<h4><a name="Konverter">Konverter</a></h4>
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Häufig muss man Fotos verkleinern, zuschneiden, drehen oder in ein anderes Dateiformat umwandeln. Für eine einzelne Datei kann man das zwar problemlos mit einem Bildbearbeitungsprogramm machen, aber für einen Ordner mit hundert Fotos ist das kaum sinnvoll. Große Programme wie Photoshop haben zu diesem Zweck Makrofunktionen, mit denen man solche Arbeitsschritte automatisieren kann.
Es gibt aber auch spezialisierte Programme wie <a href="http://www.irfanview.com/">IrfanView</a> (Windows, Freeware) oder <a href="http://www.lemkesoft.de/xd/public/content/index._cGlkPTI4_.html">GraphicConverter</a> (Mac OS), die teilweise leichter zu bedienen sind und eine Vielzahl an zusätzlichen Funktionen beherrschen. Außerdem eignen sich diese Programme auch sehr gut, um einen größeren Bestand an Fotos schnell zu sichten.
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Wenn ihr wiederkehrende Arbeitsschritte habt, die sich automatisieren lassen, tut es! Es ist immer besser, sich eine Stunde mit einem Programm zu beschäftigen, als beispielsweise hundert Bilder einzeln in ein anderes Format zu konvertieren. Automatisierung spart über kurz oder lang immer Zeit und meistens sehr viel davon.
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<h3><a name="Dateiformate">Dateiformate</a></h3>
<h4><a name="Textverarbeitungsformate">Microsoft Word (und andere Textverarbeitungsformate)</a></h4>
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Auf Word wurde ja schon eingegangen. Wenn ihr damit layoutet denkt aber an das, was unter <a href="8-Technik#Textverarbeitungsprogramme">„Word und andere Textverarbeitungsprogramme“</a> gesagt wurde: Nie zu viel in eine Datei und bloß nicht zu viel Vertrauen - das Format ist erfahrungsgemäß nicht Layout-sicher und sollte deshalb besser nur als Eingabe- und Bearbeitungs-, nicht aber als Ausgabeformat (für die Druckerei) benutzt werden.
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<h4><a name="PDF">Das Portable Document Format (PDF)</a></h4>
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Das Portable Document Format ist die beste Wahl für den Austausch von fertigen Layouts. Die PDF-Dateien sind im höchsten Maß Layout-sicher und werden von Druckbetrieben in der Regel sehr gerne genommen. Sobald also ein Teil eures Abibuchs fertig ist, solltet ihr ihn in ein PDF umwandeln. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wenn ihr mit einem DTP-Programm arbeitet, ist dieses sicherlich in der Lage, Daten direkt als PDF zu exportieren. Wenn ihr fertige Layouts aus Programmen exportieren wollt die das Format nicht beherrschen bieten sich Konverter an, die sich als Drucker registrieren, so dass aus allen Anwendungen nach PDF „gedruckt“ werden kann. Solche Programme gibt es von verschiedenen Anbietern und in unterschiedlichen Preisklassen. Nicht alle erzeugen gleich gute Resultate und gerade bei aufwändigem Layout stoßen einige an ihre Grenzen. Am oberen Ende bewegen sich der Distiller von Adobe und Jaws PDF Creator; beide setzen auch schwierige Layouts sehr sauber um. Kostenlos ist die freie Software Ghostscript, für die es Erweiterungen gibt um die Bedienung zu erleichtern. Unter Windows ist hier insbesondere der ebenfalls kostenlose PDFCreator zu erwähnen. Unter Mac OS X wird keine zusätzliche Software zum Druck-Export nach PDF benötigt, diese Möglichkeit ist bereits in das System integriert.
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Probleme mit PDF kann es geben, weil das Format und die Programme zur Erstellung sehr viele verschiedene Optionen bieten, um die Dokumente an das jeweilige Ziel (Druckvorstufe, Bildschirmanzeige, E-Mail-Versand) anzupassen. Zum Beispiel können Bilder stark komprimiert werden, um möglichst kleine Dateien zu erhalten. Auch für die Umsetzung von komplexen Layouts wie Transparenzen und Farbverläufen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die nicht alle Programme gleich gut beherrschen. Auf jeden Fall müssen die generierten PDF-Dateien vor der Weitergabe an die Druckerei geprüft werden: Sind die Layouts noch korrekt? Sehen Bilder und Grafiken aus wie gewünscht, oder sind Kompressionsartefakte oder Schlieren zu sehen? Eventuell kann euch auch eure Druckerei Hinweise zu den korrekten Einstellungen geben.
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<h4><a name="Bildformate">Bildformate</a></h4>
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Verschiedene Bildformate haben unterschiedliche Eigenschaften, wodurch sie sich für bestimme Anwendungen unterschiedlich gut eignen. Als erstes ist hier JPEG zu nennen, das z. B. von Digitalkameras genutzt wird. Es handelt sich bei JPEG um ein verlustbehaftetes Format, was bedeutet, dass sich beim Speichern die Qualität des Bildes verschlechtert. Dafür werden die Dateien zwar wirklich sehr klein, aber da die Qualität mit jedem Speichern weiter abnimmt, ist das Format für Bearbeitung ungeeignet.
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Als Alternative bieten sich Bitmap-Formate an, die alle Pixel eines Bildes unverändert speichern, so dass die Qualität nicht leidet. Darunter fallen Formate wie Windows Bitmap (BMP) oder TIFF. Allerdings werden die Dateien in diesen Formaten sehr groß, da normalerweise überhaupt nicht komprimiert wird. Als idealen Mittelweg für die Bearbeitung kann man das PNG-Format verwenden, das die Bilder komprimiert, ohne dass die Qualität schlechter wird. Es wird inzwischen von allen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt und bietet erweiterte Möglichkeiten wie zum Beispiel Transparenzen. Für bearbeitete Bilder sollte zum Speichern also das PNG-Format verwendet werden.
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</chapter>
<chapter title="9-Elektronische-Medien" keywords="Abibuch, Abizeitung, Video, Videoschnitt, AbiCD, AbiDVD, Anleitung" description="Webseiten, DVDs und CDs als Erweiterung zum gedruckten Abibuch bieten die Möglichkeit weitere Inhalte unterzubringen. Videos, große Fotoalben und Aktionen, die erst nach Redaktionsschluss stattfinden, können so auch veröffentlicht werden.">
<h2><a name="9-Elektronische-Medien">9. Elektronische Medien</a></h2>
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Webseiten, DVDs und CDs als Erweiterung zum gedruckten Abibuch bieten die Möglichkeit weitere Inhalte unterzubringen. Videos, große Fotoalben und Aktionen, die erst nach Redaktionsschluss stattfinden, können so auch veröffentlicht werden. Inhaltlich ist man weniger beschränkt als beim Buch. Vorstellbar ist alles von einer einfachen Veröffentlichung ungedruckter Fotos bis zu einer aufwändigen Videoproduktion.
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Wir haben eine CD-ROM mit unserem Abibuch herausgegeben, die u.a. Fotos und Videos von Abiball und Abifahrt enthält. Deshalb beziehen wir uns auch im Folgenden hauptsächlich auf CDs.
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<h3><a name="Brennen-oder-Pressen">Brennen oder Pressen?</a></h3>
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Unabhängig vom Inhalt stellt sich diese Frage für euch. Selber Brennen macht zwar viel Arbeit, ist dafür aber sehr preiswert und bei kleineren Auflagen bestimmt vorzuziehen. Die kleinste Industriestandard-Auflage für CDs ist nämlich 300 Stück und darunter wird man kaum eine Pressung bekommen. Dafür ist eine gepresste und bedruckte CD mit Leaflet sicherlich das Professionellste, was man so bieten kann. Solltet ihr wirklich 300 CDs oder mehr loswerden wollen, kann eine Pressung auch sehr schnell günstiger als das Brennen sein. Ihr könnt natürlich auch den Mittelweg gehen und brennen lassen, aber erfahrungsgemäß lohnt sich das kaum, da man für den Service ordentlich draufzahlt und auch nicht mehr bekommt, als man selber hätte machen können.
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<h3><a name="Inhalt">Inhalt</a></h3>
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Was auch immer ihr an Daten auf die CD bringen wollt, sie müssen auch präsentiert werden. Für Fotos z. B. ist es schön, nach Themen geordnete Diashows zu haben, Text sollte auch so aufbereitet werden, dass man gleich zu der Stelle gelangen kann, die einen interessiert. Der durchschnittliche Computer ist natürlich mit verschiedenen Programmen ausgestattet, mit denen man Fotos, Videos, PDFs etc. betrachten kann. Ihr solltet auch jedem ermöglichen, die Rohdaten mit seinem Lieblingsprogramm anzusehen oder zu bearbeiten, indem ihr sie ordentlich zugänglich in Ordner sortiert und sinnvoll benennt. So wie euer Abibuch aber einen eigenen Look haben wird, kann auch eine CD-ROM eine einheitliche Navigationsoberfläche bieten, von der aus man auf alle Inhalte zugreifen kann. Eine klassische Multimedia-CD ist vergleichbar mit einer aufwändigen Website, nur dass man nicht mit dem Internet verbunden sein muss und es auch bei größeren Dateien keine langen Wartezeiten gibt.
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Zur technischen Umsetzung bieten sich also Werkzeuge an, die aus dem Webdesign kommen (HTML, CSS, JavaScript, Flash). Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus einem Abiturjahrgang damit umgehen kann, ist sehr groß und wenn ordentlich gearbeitet wird, könnt ihr sicher sein, dass praktisch jeder Computer den Inhalt eurer CD abspielen kann. Wenn ihr auch daran denkt, eine Website zu machen, könnt ihr den größten Teil wiederverwenden.
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Ein guter Weg ist aber auch, nur ein spezielles Autorenwerkzeug zu verwenden, das alle eure Daten verarbeiten und darstellen kann. Solche Werkzeuge sind z. B. Macromedia Flash und Director. Beide können ihre Filme sowohl über Browser-Plugins als auch über eigens erstellbare Programme abspielen; bei der zweiten Möglichkeit beschränkt ihr die Funktion eurer CD allerdings auf die Betriebssysteme, für die Programme erstellt werden können. Autorenwerkzeuge sind oft teuer, für die Erstellung von Flash-Filmen gibt es mittlerweile allerdings auch freie Software.
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Die Einarbeitungszeit in Autorensoftware solltet ihr nicht unterschätzen. Durch ein bisschen Rumprobieren kann man schnell etwas zusammenbasteln, will man dann aber konkrete Vorstellungen umsetzen, muss man plötzlich ganz anders an die Aufgabe herangehen und vielleicht sogar eine Programmiersprache erlernen. Allgemein gilt: Für eine CD-ROM-Produktion sollte wenigstens das Grundlagenwissen schon vorhanden sein, learning by doing ist auch hier weniger angesagt.
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<h3><a name="Audio-CD">Audio-CD</a></h3>
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Habt ihr eine gute Aufnahme von dem Lied, das jemand für eure Abiparty geschrieben hat oder die geniale Rede eures Jahrgangsprechers auf der Abiverleihung, nach der ihr ständig gefragt werdet? Problemlos könnt ihr sowas natürlich auf der CD-ROM für den Computer unterbringen. Es ist aber sehr praktisch und regt vielleicht noch ein paar Leute zum Kauf an, wenn man das auch in einem normalen CD-Player abspielen kann. Habt ihr gar keine anderen Daten, brennt ihr eben eine Audio-CD. Es gibt aber auch die Möglichkeit, beides auf eine CD zu bekommen.
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Zum einen gibt es ein spezielles CD-Format namens „Mixed-Mode“. Hierbei befindet sich der Datenteil am Anfang der CD und wird von einem CD-Player als erster Musik-Track erkannt, der allerdings nur Rauschen abgibt. Alle folgenden Tracks enthalten dann die Musik. Diese Variante ist etwas unschön, vor allem weil auch oft gewarnt wird, dass das Abspielen des Daten-Tracks die Stereoanlage beschädigen könnte.
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Die zweite Variante ist, Audio und Daten in zwei Sessions (Brennabschnitte auf der CD) aufzuteilen. Ein CD-Player bemerkt dann von der Daten-Session nichts, weil er nur die erste liest. Das Problem ist, dass wir so eine CD nur am Mac mit Hilfe des Programms „Toast“ erzeugen konnten. Die Audio-Tracks werden dazu als Session gebrannt, ohne die CD abzuschließen. Danach brennt man eine weitere Session mit den Daten hinten dran.
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<h3><a name="Videos">Videos</a></h3>
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Besonders schick sind natürlich Videos auf eurer CD/DVD. Solltet ihr diese erst nachträglich veröffentlichen, können z. B. Abi-Verleihung, Abi-Fahrt oder Abi-Ball dokumentiert werden.
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Der beste Weg, eure Videos auf CD, DVD oder ins Web zu bringen, ist, sie mit einem digitalen Camcorder aufzunehmen, dann auf einen PC zu übertragen, sie dort zu bearbeiten und dann als DVD-Video oder andere komprimierte Video-Dateien zu speichern.
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Zum Aufnehmen eignet sich am besten ein DV-Camcorder (Digital Video Camera/Recorder). Aufgezeichnet wird in PAL (europäische Fernsehnorm, 720&#215;576 Pixel, 25 Bilder/Sekunde) auf miniDV-Kassette. So einen Camcorder kann man über die IEEE-1394-Schnittstelle (Firewire, iLink) an einen Rechner anschließen. Über diese Verbindung können Videoschnittprogramme den Camcorder fernsteuern und Videomaterial überspielen (capturen = „einfangen“). Als ein weiteres Aufnahmeformat nutzen einige Camcorder kleine DVDs und brennen diese in Echtzeit. Der Vorteil ist, dass man diese DVDs sofort auf jedem DVD-Player ansehen kann. Nur zur Weiterverarbeitung eignet sich das nicht, da diese DVD erst wieder eingelesen („gerippt“) werden muss und die Qualität schlechter als DV ist. Außerdem werdet ihr bestimmt von Leuten total tolle Videoschnipsel von ihren Handy- und Foto-Kameras bekommen. Hier macht jeder Hersteller was er will und ihr müsst schauen, mit welchen Tools ihr diese Videos in euer Arbeitsformat konvertieren könnt. Viele Schnittprogramme können einige Formate einfach importieren und konvertieren dann automatisch.
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Die Wahl des Videoschnitt-Programms entscheidet wesentlich darüber, in welcher Arbeitsweise ihr das Material sichtet, überspielt, schneidet und bearbeitet. Amateur-Programme machen es einem leicht. Wie bei einem altmodischen Kassettenrekorder kann man das Video vom Camcorder einfach abspielen und bei guten Szenen auf Aufnahme klicken. Wenn bei der Aufnahme ein Schnitt ist (der Kameramann hat auf Pause gedrückt), dann erkennt das das Programm und erzeugt automatisch einen neuen Clip, so dass ihr am Ende eine Sammlung an Clips habt, die ihr jetzt noch weiter zurechtscheiden und anordnen könnt. Bei guten Programmen funktioniert das alles mehr oder weniger intuitiv und man kommt schnell zu befriedigenden Ergebnissen. Effekte wie Titel, Musik untermischen, Fotos importieren und Zeitlupe sollten auch möglich sein. Ihr solltet euch nur auf jeden Fall vorher informieren, was das Programm kann und was nicht (Testberichte in Zeitschriften oder Online-Communities) und euch überlegen, wie aufwändig euer Video werden soll. Üblicherweise stößt man irgendwann an die Grenzen wenn es um Bild im Bild, Untertitel oder sehr individuelle Titel und Grafiken geht. Ein sehr gutes Amateur-Programm ist iMovie von Apple (nur Mac OS). Weitere Kandidaten (für Windows) sind beispielsweise Ulead Videostudio, Pinnacle Studio oder Magix Video deluxe.
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Programme mit professionellerem Anspruch erfordern eine andere Arbeitsweise. Beim Capturen wird normalerweise zuerst nur ein Zeitbereich des Timecodes (fortlaufende Zeit auf dem Videoband) angegeben und später alles in einem Rutsch aufgenommen (Batch Capture). Dafür ist es aber erforderlich, dass auf dem Videoband ein fortlaufender Timecode vorhanden ist, worauf man schon beim Aufnehmen achten muss. Um mit den professionellen Programmen effektiv zu arbeiten, ist ungefähr eine Woche Einarbeitung nötig, schon weil man die Begriffe kennen muss. Dafür hat man dann alle Freiheiten die man sich wünschen kann, was kreative Gestaltung von Bild und Ton angeht. Vertreter dieser Sparte sind Adobe Premiere Pro, Sony Vegas (beide Windows) und Apple Final Cut Pro (Mac OS). Premiere Elements und Final Cut Express sind Programme mit dem gleichen professionellen Ansatz, verzichten aber auf besonders anspruchsvolle Funktionen, sind dadurch etwas übersichtlicher und natürlich günstiger im Preis.
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Wenn ihr dann euer Video in dem Schnittprogramm eurer Wahl fertig habt, muss das ganze noch in das Endformat exportiert werden. Die fertige Videodatei soll klein sein, auf möglichst vielen Computern oder DVD-Playern abgespielt werden können (bestenfalls ohne zusätzliche Software zu installieren) und auch noch gut aussehen/klingen. Wo ihr die Prioritäten von Dateigröße und Qualität setzt, hängt von eurem Medium (CD, DVD, Web) ab und davon, wieviel Speicherplatz ihr für andere Inhalte benötigt. Ist zum Beispiel eure Aufnahmequalität des Videos schon nicht so gut, könnt ihr beim Export vielleicht auch auf die letzte Brillianz in der Bildqualität verzichten. Letztendlich müsst ihr es ausprobieren und euch auch dafür Zeit einplanen. Videos zu komprimieren (beim Export kleiner machen) dauert einfach lange.
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Das wohl verbreitetste und unkomplizierteste Format ist DVD-Video. Video-DVDs lassen sich eben auf jedem DVD-Player und jedem PC abspielen und die Qualität ist gut. Allerdings seid ihr damit auf das beschränkt, was man mit DVD-Menüs so machen kann und könnt nicht ohne Weiteres noch andere Daten und Inhalte auf eurem Medium präsentieren. Um eine DVD zu gestalten (Menüs und Kapitel anlegen, „Authoring“) und die Videos dafür zu codieren, braucht ihr ein spezielles Programm. Die oben genannten Programme haben entweder die Funktionen schon integriert oder aber ein DVD-Authoring-Programm in der Produktfamilie.
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Schränkt euch die Video-DVD zu sehr ein oder ist sie euch zu aufwändig, solltet ihr euch nach anderen Codecs (Codierer/Decodierer) umschauen. Sehr wichtig ist hierbei, dass eure Abi-Erinnerungen ja gerade langfristig interessant sind. Ihr müsst also auf einen Codec setzen, der wahrscheinlich auch noch in mehr als drei Jahren verbreitet ist. Die beiden Großen sind Quicktime und Windows Media. Quicktime ist ein sogenanntes „Container-Format“, d. h. es bietet eine Plattform, in der man die Wahl zwischen verschiedenen Codecs hat, die alle vom Quicktime Player abgespielt werden können. Quicktime ist die beste Medienplattform und ist zukunftssicher. Leider muss es auf Windows-Rechnern (im Gegensatz zu Macs) erst installiert werden. Sorenson und H.264 sind geeignete Codecs für eure Videos. Windows Media bietet mit Windows Media Video 8/9/10 auch einen sehr guten Codec und hat den Vorteil, dass die Videos auf einem aktuellen Windows-System ohne zusätzliche Software im Windows Media Player laufen. Auch auf Macs kann man die Videos (nach Installation von Zusatzsoftware) ansehen. Ein weiterer Codec, der mittlerweile wohl auch den Status „zukunftssicher“ verdient, ist DivX. Dieser ist unter Windows und Mac OS abspielbar nach Zusatzinstallation und bekannt durch gute Bildqualität. Die fehlende Integration ins Betriebssystem könnt ihr als Vorteil oder als Nachteil sehen. So gibt es z. B. die freie (open source) Variante „XviD“, die auf Macs, Windows-PCs und Linux das Abspielen von DivX-Videos ermöglicht.
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Wie ihr euer Video nun in das gewünschte Endformat bekommt, hängt erst einmal von eurem Schnittprogramm und eurem Betriebssystem ab. Viele Programme erlauben den direkten Export in Quicktime-Formate. Nach Installation des DivX-Pakets sollte auch dieses direkt exportiert werden können. Microsoft bietet einen eigenständigen Encoder für Windows Media Video an. Für eigenständige Encoder könnte es nötig sein, ersteinmal euer Video in Originalqualität aus dem Schnittprogramm zu exportieren (d. h. z. B. DV PAL, wie ihr aufgenommen habt). Diese Datei wird wahrscheinlich sehr groß! Der Encoder liest diese Datei dann ein und schreibt das Video in eurem Wunschformat in eine neue (hoffentlich kleine) Datei. Generell gilt, dass der Direktexport aus dem Schnittprogramm in euer Endformat nicht unbedingt die bestmögliche Qualität liefert. Sollte die Qualität nicht befriedigend sein, solltet ihr eine Software wie Autodesk Cleaner ausprobieren. Hier gibt es wesentlich mehr Einstellungen und Features, die die Qualität beeinflussen. Das wird aber schnell unübersichtlich. Auch für diese Software müsst ihr ersteinmal das Video in voller Qualität aus dem Schnittprogramm exportieren. Nun geht es an tausende von Einstellungen, die hier nicht erklärt werden können. Begriffe wie Framerate, Deinterlacing und Bitrate solltet ihr kennen und ungefähr wissen, was sie für Auswirkungen haben, bevor ihr den Rechner fünf Stunden lang codieren lasst. Aber vielleicht bekommt ihr ja mit etwas Glück ein gutes Ergebnis mit Standardeinstellungen.
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