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2011-10-26 10:11:42 +02:00
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<title>Japan, erster Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-21-Osaka.html">zweiter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<!-- img class="imgleft" src="IMG_3127.jpg" alt="Mineralwasser?" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3 -->
<p>
<br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<h2>Osaka</h2>
<p>
Als ich am Kansai Airport aus dem Lufthansa-Airbus stieg, dachte ich für einen Moment, ich würde unter der Abluft einer großen Klimaanlage stehen - aber hier ist es einfach so heiß.
</p>
<p>
Nach ein paar unbedeutenden Formalitäten konnte ich dann japanischen Boden betreten. Mehr durch Zufall fand mich dann auch kurz darauf Bettina, gerade als mir auffiel, dass wir nicht nur unseren Treffpunkt, sondern auch die Wartedauer hätten vereinbaren sollen. Am Bahnhof in Osaka haben wir dann noch fast das gesamte <a href="http://www.fu-fighters.de/">Robocup-Team</a> getroffen, das sich gerade zerstreute.
</p>
<p>
Nachdem wir mein Gepäck in der Jugendherberge losgeworden waren, sind wir ins Aquarium gegangen. Das ist hier natürlich nicht so ein langweiliges staatliches Institut zur Fischverwahrung, sondern ein privatwirtschaftlicher Erlebnispark. Man schraubt sich über Treppen von oben nach unten an einem riesigen Becken entlang, für dessen Bau mehr als die weltweite Jahresproduktion eines speziellen Plexiglases verbraucht wurde und in dem sich ein Tigerhai, Riesenrochen und ein paar kleinere Haie befanden. Dazu kommen noch Aquarien für Robben, Pinguine und Riesenkrabben. Und damit das alles auch wirklich interessant ist und man die blöden Viecher nicht mit der Lupe suchen muss, haben sie auch sonst ordentlich was ins Becken gepackt. Manchmal hatten wir allerdings das Gefühl, vor einem Schleppnetz zu stehen. Die Robben und Delfine schienen jedenfalls eher in einer Art marinem Kinderzimmer geparkt zu sein. Interessant war die Anlage aber auf jeden Fall. Erstaunlich, was für komische Fische im Kubikmeterformat es gibt, von denen man noch nie gehört hat.
</p>
<p>
Fotos haben wir nicht gemacht, aber einen Eindruck von der Anlage bekommt man auf der <a href="http://www.kaiyukan.com/eng/">Webseite des Kaiyukan Aquariums</a>.
</p>
<p>
Nach dem Aquarium-Besuch reichte es dann langsam für heute. Die dreizehn Stunden Flug waren dann doch nicht so erholsam. Das <a href="http://www.hihostels.com/performOpenHostel.do?shop=32356">Youth Hostel</a> ist übrigens klasse. Wir sind im neunten Stock, alles ist supermodern.
</p>
</div>
<div class="content">
<a href="2005-07-21-Osaka.html">weiter zum zweiten Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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</html>
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<title>Japan, zweiter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-20-Osaka.html">&laquo; erster Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-22-Osaka.html">dritter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3127.jpg" alt="Mineralwasser?" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Hier sind auf allem und jedem Comic-, Manga oder Bilderbuchfiguren. Egal, ob zum Vermitteln von Inhalten ("Wer heilige Rehe ärgert ist doof"), oder einfach weil's so fröhlich aussieht. Hello Kitty wohin man schaut und eine Supermarktkette, die die meisten ihrer Produkte mit Heidi (aus der Trickserie) schmückt. Wenn man genug Aktionspunkte zusammen hat, bekommt man einen Heidi Sammelteller.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3096.jpg" alt="Killer-Reh greift Bettina an"/>
<h2>Nara</h2>
<p>
Heute waren wir in Nara. In Nara gibt es einen großen Park mit buddhistischen Tempeln und zahmen Rehen. (Es sei denn, man hat Rehkekse in der Hand oder, so wie Bettina, in den Haaren - dann sind sie nicht ganz so zahm.)
</p>
<p>
Eigentlich wollten wir den Park einmal komplett umrunden, aber in den veranschlagten drei Stunden haben wir nur etwa ein Viertel der Strecke geschafft - man überschätzt die eigene Leistungsfähigkeit bei 35°C und 66% Luftfeuchtigkeit doch ziemlich.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3138.jpg" alt="Killer-Reh greift Bettina an"/>
<p>
<br/>
In den Bäumen sitzen hier überall riesengroße Flatterviecher, die vor kurzem geschlüpft sind und zirpen den ganzen Tag vor sich hin. Nun, zirpen trifft es nicht ganz - die machen einen Mordskrach. Wenn man unter so einem Baum steht versteht man kein gesprochenes Wort mehr. Nur sehen tut man sie nicht.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3166.jpg" alt="Mein wunderbarer Waschsalon"/>
<p>
<br/>
Abends wollten wir ins Vergnügungsviertel Namba, aber stattdessen haben wir lieber den Luxus der örtlichen Waschsalons genossen. Das holen wir dann morgen nach.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-20-Osaka.html">&laquo; zurück zum ersten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-22-Osaka.html">weiter zum dritten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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</html>
@@ -0,0 +1,90 @@
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<title>Japan, dritter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-21-Osaka.html">&laquo; zweiter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-23-Osaka.html">vierter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3176.jpg" alt="Mineralwasser?" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Das Toilettenpapier hier ist grundsätzlich einlagig. Dafür gibt es im Sanitärbereich technische Errungenschaften, von denen man im rückständigen Westen nur träumen kann.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3186.jpg" alt="Tor vor dem Heian-jingu"/>
<h2>Kyoto und Namba</h2>
<p>
Heute ging es nach Kyoto, dem historischen Zentrum Japans. Alles voller Shinto-Schreine, buddhistischer Tempel und Touristen. Japanischen, wohlgemerkt.
</p>
<p>
Da Kyoto erst nach dem Krieg zur Großstadt wurde, spielt im Gegensatz zu Osaka oder Tokio die U-Bahn eine untergeordnete Rolle. Zumindest die Sehenswürdigkeiten erreicht man mit Bussen, in denen man gemäß dem alten japanischen Sprichwort <i>"Wo einer reinpasst, passen auch zehn rein."</i> transportiert wird.
</p>
<p>
Kaum waren wir am Hian-Schrein, einem Nachbau des Kaiserpalastes von 794 (der im Verhältnis zum bescheidenen Eingangstor allerdings etwas verblasst), gerieten wir in die Vorbereitungen zu einem Konzert, das im Schrein stattfinden sollte. Wir haben uns daraufhin erkundigt, ob es üblich sei, dass Populärmusik-Konzerte in Shinto-Schreinen stattfinden, erhielten aber keine befriedigende Antwort.
</p>
<p>
Dabei fällt mir ein: Mir soll bitte niemand mehr erzählen, dass das mit dem Englisch früher ja schwierig gewesen sei, die jüngeren Japaner "in der Regel" aber schon Englisch könnten. KEIN WORT WAHR. Wir haben auf offener Straße noch niemanden gefunden, der zu Verständigung oberhalb der Fuchtelebene fähig war. Und selbst das nur mit Mühe. Aber bemüht sind sie alle.<br/>
(Abends habe ich gelesen, dass man englische Wörter Silbenweise aussprechen muss, weil das den Schriftzeichen entspricht, mit denen Englisch in der Schule vermittelt wird. Wahrscheinlich wissen die einfach nie wo ein Wort aufhört und das nächste anfängt. Mal sehen, vielleicht klappt's damit.)
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3207.jpg" alt="unspannender Tempel"/>
<p>
Nach dem Schrein waren wir im Kyoto City Zoo. Davon gibt's aber keine Bilder, weil der ziemlich deprimierend war. Eisbären auf 10qm bei 34°C und so weiter. Also wieder raus aus dem Zoo und in die umliegenden Berge, um noch ein paar Tempel zu finden. Die waren aber alle zu oder versteckt oder einfach uninteressant, deshalb sind wir mit schmerzenden Füßen zurück zur Kyoto Station. Inzwischen hatten wir auch den ÖPNV halbwegs verstanden und haben den Busfahrer nicht beim Fahrtantritt genervt - hier bezahlt man beim Aussteigen.
</p>
<p>
Von Kyoto ging es dann wieder mit dem Shinkansen-Schnellzug zurück nach Shin-Osaka.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3215.jpg" alt="Der Kyoto Tower"/>
<p>
<br/>
Inzwischen war es etwa 21.00 Uhr, aber wir hatten von <a href="2005-07-21-Osaka.html">gestern</a> ja noch etwas nachzuholen. Außerdem war nach all den Schreinen und Tempeln wieder das moderne Japan dran. Also sind wir noch nach Namba ins Vergnügungsviertel gefahren, wo wir vor lauter Begeisterung für das ganze Geblinke nicht ans Fotografieren gedacht haben. (Dafür gibt es links noch ein schönes Bild vom Kyoto Tower.)
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-21-Osaka.html">&laquo; zurück zum zweiten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-23-Osaka.html">weiter zum vierten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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</html>
@@ -0,0 +1,81 @@
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<head>
<title>Japan, vierter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-22-Osaka.html">&laquo; dritter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-24-Osaka.html">fünfter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3253.jpg" alt="teuer, aber nötig" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Ein großer Teil der Menschen hier hat extrem schlechte Zähne. Ob das an den Behandlungskosten liegt oder an mangelndem Interesse, weiß ich nicht. Spielt wohl beides eine Rolle. Unter den jüngeren Japanern gibt es dagegen eine ganze Reihe, deren Zähne sehr gut gemacht sind. Das Bild ist ist von einem Laden in der Subway Mall, in dem man sich die Zähne anscheinend kurzfristig verschönern lassen kann.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3252.jpg" alt="Umeda"/>
<h2>Umeda</h2>
<p>
Eigentlich wollten wir heute bereits nach Nagoya fahren und dort übernachten, damit wir morgen den ganzen Tag auf der Expo sein können. Da aber, wer hätte es gedacht, rund um die Expo kein Hotelzimmer zum Wochenende mehr zu bekommen war, mussten wir eben den Tag in Osaka rumbringen, was uns nach den ganzen Tempeln eigentlich ganz recht war. Schnell zurück zum Hotel, aus dem wir gerade ausgecheckt hatten und freundlich darum gebeten, dass sie uns unser Zimmer wieder geben.
</p>
<p>
Also sind wir nach Umeda gefahren, wo man sehr gut einkaufen kann. Zwar gab es eigentlich nichts, das wir kaufen wollten (zumal unsere Koffer eigentlich schon voll genug sind), aber lustig war's trotzdem. Außerdem stellte sich schnell heraus, dass Umeda dem Vergnügungsviertel Namba kaum nachsteht - zumindest, wenn man kein Problem damit hat, ein Vergnügungsviertel einigermaßen nüchtern wieder zu verlassen. Und auch ohne Nacktbars auskommt.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3235.jpg" alt="Taiko Dojo Spielautomat"/>
<p>
<br/>
Also hinein in die Automatencasinos. Vorbei an den blöden Glücksspielen (die Japaner sind <i>extrem</i> interessiert an allem, was mit Glücksspiel oder Wetten zu tun hat) und ran an die Videospiele. Unser Favorit war dann auch schnell gefunden: Taiko-Dojo, oder auch <i>Trommeln nach Zahlen</i>. Vielleicht knacken wir noch die Million, bevor wir zurückfliegen.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3226.jpg" alt="Maskottechen"/>
<p>
<br/>
Und zum Abschluss gab es dann sogar noch ein Erinnerungsfoto mit dem lustigen Casinomaskottchen. (Leider sieht man seinen Kumpel mit der Regenbogen-Perücke nicht. Der hat das Foto gemacht.)
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-22-Osaka.html">&laquo; zurück zum dritten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-24-Osaka.html">weiter zum fünften Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</body>
</html>
@@ -0,0 +1,84 @@
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<title>Japan, fünfter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-23-Osaka.html">&laquo; vierter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-25-Tokio.html">sechster Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3170.jpg" alt="definitiv ungenießbar" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Sämtliche Restaurants, Cafés, etc. haben ihr Angebot als extrem realistische Plastik-Nachbildung im Schaufenster. Für uns Touristen ist das natürlich sehr praktisch, weil wir nur auf das gewünschte Essen zeigen müssen. McDonald's zieht selbstverständlich auch mit.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3264.jpg" alt="World Expo in Aichi"/>
<h2>World Expo in Aichi</h2>
<p>
Heute war also die Expo dran. Da wir ja kein Zimmer in der Gegend bekommen hatten, sind wir erst mal zweieinhalb Stunden Zug gefahren. Allerdings nahm den größten Anteil daran der Shuttle-Zug, den wir sowieso hätten nehmen müssen, so dass die weitere Nacht in Osaka gar kein Nachteil war.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3266.jpg" alt="kanadische Mounties"/>
<p>
<br/>
Zuerst dachten wir, dass es vielleicht keine gute Idee war, am Sonntag auf die Expo zu gehen, weil es ziemlich voll war. Der nette Junge vom kanadischen Pavillon belehrte uns dann aber, dass wir großes Glück hätten, weil unter der Woche massenhaft Schulgruppen und Touristen auf der Expo unterwegs sind - heute waren es nur japanische Familien. "Ziemlich leer", meinte er. Außerdem war es bewölkt und unter 33°C, perfektes Wetter also.
</p>
<p>
Dass "ziemlich leer" ziemlich relativ ist, zeigte sich dann aber doch recht deutlich; besonders vor den Länder-Pavillons, die uns der Kanadier empfohlen hatte. Die 20 Minuten für Koreas 3D-Film waren noch kein Problem, die USA waren uns die halbe Stunde nicht wert. (Stattdessen gab's Eis.) Als wir dann aber versuchten, die Beiträge Japan und Deutschland zu sehen, wurde es dann aber recht schnell ernüchternd: Etwa zwei Stunden Wartezeit. Jeweils. Extrem faszinierend dabei war, dass die Japaner sich dadurch anscheinend nicht im mindesten gestört fühlten. Die Profis hatten kleine Klapphocker zum Warten dabei, aber bei den meisten ging es auch ohne.
</p>
<p>
Auf Deutschland konnten wir guten Gewissens verzichten, da uns jemand von der Belegschaft auf Nachfrage abgeraten hatte: "Na ja, wir haben halt 'ne Achterbahn. Aber ich würde mich nicht anstellen."
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3276.jpg" alt="kanadische Mounties"/>
<p>
<br/>
Bevor es nach Hause ging, wollten wir gerne noch etwas essen, aber auch im "Food of the World Center" sah es hauptsächlich nach Anstehen aus. Allerdings nur auf den ersten Blick. Da das japanische Interesse am Ausland zumindest hier auf der Expo vor dem Essen halt machte, entschieden wir uns gegen Warten auf asiatisches Essen und für Spaghetti Bolognese. Die sechs Beschäftigten am Italien-Stand waren mit unserer einsamen Bestellung jedenfalls sichtlich unterfordert.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-23-Osaka.html">&laquo; zurück zum vierten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-25-Tokio.html">weiter zum sechsten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</body>
</html>
@@ -0,0 +1,66 @@
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<title>Japan, sechster Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-24-Osaka.html">&laquo; fünfter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-26-Tokio.html">siebter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<!-- div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3170.jpg" alt="definitiv ungenießbar" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Sämtliche Restaurants, Cafés, etc. haben ihr Angebot als extren realistische Plastik-Nachbildung im Schaufenster. Für Touristen ist das natürlich extrem praktisch, weil wir nur auf das gewünschte Essen zeigen müssen. McDonald's zieht selbstverständlich auch mit.
</p>
</div -->
<p><br/></p>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3309.jpg" alt="Ein moderner Ryokan"/>
<h2>Tokio</h2>
<p>
Es gibt heute nicht viel zu berichten. Wir sind drei Stunden mit dem Shinkansen Superexpress nach Tokio gefahren und haben jetzt ein Zimmer in einem modernen Ryokan. Das Hotel ist sogar noch besser als die Webseite vermuten ließ, nur haben wir davon nicht so viel, weil nur noch heute ein Zimmer frei war. Also müssen wir morgen wieder mit den Koffern quer durch Tokio.
</p>
<p>
Abends hat es fürchterlich zu regnen angefangen und der Wetterbericht lässt für unsere Tage in Tokio nichts Gutes hoffen. Wir waren ein bißchen frustriert und haben zum Trost den örtlichen SevenEleven halb leer gekauft. Hoffentlich werden meine Schuhe bis morgen trocken.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-24-Osaka.html">&laquo; zurück zum fünften Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-26-Tokio.html">weiter zum siebten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</body>
</html>
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<title>Japan, siebter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-25-Tokio.html">&laquo; sechster Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-27-Tokio.html">achter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Heute gibt es mal eine <a href="2005-07-26-deutsch.html">Sammlung deutscher Dinge im japanischen Alltag</a>. In Form von Fotos natürlich.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3310.jpg" alt="Blick aus dem IBIS-Hotel"/>
<h2>Tokio</h2>
<p>
Wir sind in Rippongi untergekommen, einem der Vergnügungsviertel von Tokio. Wir haben ein Zimmer im 12. Stock des IBIS-Hotels. (Eigentlich ist es der 11. Stock, die zählen hier ab dem Erdgeschoss.)
</p>
<p>
Als erstes wollten wir ins Drachenmuseum, das wir nach viel Suchen und mit der Unterstützung durch die Polizei auch fanden. Leider war der Eingang des Museums im fünften Stock durch eine Falltür verbarrikadiert, so dass man nicht einmal aus dem Fahrstuhl kam. Obwohl wir eigentlich auf die Öffnungszeiten geachtet hatten.
</p>
<p>
Also sind wir zurück nach Roppongi, haben gegessen und im Automatencasino neben dem Hotel endlich eine Million Punkte am Taiko-Dojo-Automaten gemacht. (Wir sind auf dem sechsten Platz in der Highscore!) Außerdem haben wir einen von diesen beängstigenden Foto-Automaten ausprobiert. Das Ergebnis war sehr lustig, weil die Menüführung komplett in Japanisch war.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3344.jpg" alt="Tokio-Rippongi mit dem Tokio Tower"/>
<p>
Den Rest des Abends haben wir Roppongi erkundet. Wir waren Sushi essen. (Na ja, Bettina hat gegessen und ich saß daneben.) Außerdem sind wir durch die gähnend leeren Touristenkneipen gezogen. Beim Herausgehen wurden wir immer ermahnt, dass wir auf uns acht geben sollen, weil ein Tsunami kommt. Dabei hatte es endlich mal aufgehört zu regnen.
</p>
<p>
Zum Abschluss haben wir noch probiert, welche Süßigkeiten mit nach Deutschland müssen. Die haben hier echt widerliches Zeug, das wir natürlich möglichst vielen Leuten mitbringen möchten.
</p>
<p>
Morgen wollen wir nochmal versuchen, wenigstens in ein Museum zu kommen. Hoffentlich sind die nicht alle verbarrikadiert.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-25-Tokio.html">&laquo; zurück zum sechsten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-27-Tokio.html">weiter zum achten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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<title>Deutsches in Japan</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-26-Tokio.html">&laquo; zurück zum Tagebuch</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<p><br/></p>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3403.jpg" alt="Ein Dönertier, das jag' ich mir"/>
<p>
<br/>
Sollen die doch ihr Sushi selber essen. Die Grundversorgung ist jedenfalls gesichert - Original mit deutschen Untertiteln.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3221.jpg" alt="Und nur ein bißchen teurer als bei uns"/>
<p>
<br/>
Haben wir in Deutschland Katjes "Gemüse"?
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3245.jpg" alt="Die kleine Raupe Nimmersatt und Momo"/>
<p>
<br/>
Dass es Michael Ende bis hierher geschafft hat, war klar. Aber die Kleinen füttern sie sonst eher mit Mangas.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3400.jpg" alt="Olliiiie!"/>
<p>
<br/>
Sicherlich nicht alltäglich, aber fehlen dürfen die natürlich nicht. Leider erst am Tag unserer Abreise in Tokio.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-26-Tokio.html">&laquo; zurück zum Tagebuch</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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<title>Japan, achter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-26-Tokio.html">&laquo; siebter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-28-Osaka.html">neunter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3361.jpg" alt="wie denn nun?" style="margin-top: 0px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Ganz offensichtlich gilt in Japan die Devise: Zwei Hinweisschilder sind besser als eines. Zum einen wird man vor allem möglichen gewarnt, zum anderen gibt es hier eine lebendige Kultur der Belehrung der Öffentlichkeit. Ein ordentlicher Japaner springt nicht in Züge, wenn sich die Türen schließen, geleitet Blinde durch die Straßen, stellt sein Mobiltelefon neben den Behindertensitzen aus (macht niemand!), weiß, dass man sich an öffnenden Fahrstuhltüren die Finger klemmen kann, beschmiert keine Wände, usw, usf.<br/>
Außerdem darf man sein Handy nicht mehr auf Rolltreppen benutzen, wenn man der Frau vor sich fünfzig mal am Hintern herumgrabbelt. (Zumindest war das die Bedeutung, die sich aus der Illustration ergab.)
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3358.jpg" alt="Sollte man in Deutschland auch so machen"/>
<h2>Tokio</h2>
<p>
Der Tag fing heute etwas komisch an. Um elf Uhr klingelte das Telefon auf unserem Hotelzimmer und die Rezeption fragte etwas umständlich nach, wie das denn nun sei, mit uns und der Reinigung. Wir hatten nämlich, weil wir spät ins Bett gekommen waren, das "Please do not disturb"-Schild nach draußen gehängt, damit nicht um zehn Uhr die Putzkolonne anrückt. Also habe ich höflich nachgefragt, ob man das denn nicht auf morgen verschieben könnte. (Wir hatten keine Lust, unseren ganzen Kram wieder zusammenzuräumen, nur damit die die Handtücher wechseln. In dem großzügig geschnittenen Hotelzimmer kann man sich nämlich gerade noch auf der Stelle drehen, wenn unsere Koffer nicht gestapelt sind.)
</p>
<p>
Na gut, meinte der nette Herr, wenn wir den Room Service heute nicht bräuchten...
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3370.jpg" alt="Where's Waldo?"/>
<p>
Drei Minuten später wurde ein Zettel unter unserer Tür hindurchgeschoben, auf dem unsere Ablehnung des Service offiziell quittiert wurde und man uns mitteilte, dass wir bis 16:30 Uhr die Möglichkeit hätten, unsere Meinung zu ändern (<i>"But, however, if your plans has been change..."</i>). Sollte das nicht der Fall sein (<i>"If no advise to us by 5 pm..."</i>), würde man sich auf das Nötigste beschränken (<i>"replenish the amenities"</i>). Das wunderte uns zwar ein wenig, schließlich hatten wir eigentlich deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir tatsächlich zwei Nächte mit derselben Bettwäsche auskommen, aber aufgeräumt haben wir trotzdem. Sie haben schließlich freundlich darum gebeten. (<i>"Thank you for your co-operations."</i>)
</p>
<p>
Nach diesem vergnüglichen Start in den Tag machten wir uns auf, endlich ein paar Museen zu besichtigen. Allerdings waren wir auch heute nur mäßig erfolgreich. Eines war langweilig, das andere ein wenig kriegsverherrlichend. Das war's dann mit uns und den japanischen Museen.
</p>
<p>
Inzwischen war es zwar schon halb sechs, aber wir wollten unseren letzten Tag in Tokio auch zum Shopping nutzen und sind deshalb quer durch die Stadt nach Asakusa gefahren, weil es dort Dinge geben sollte, die sich als Mitbringsel eignen. Genau das gab es dann auch: Jede Menge Plastikmüll für Touristen.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3382.jpg" alt="Der/die/das Kaminarimon"/>
<p>
Weil wir nicht so richtig was zum Mitbringen gefunden haben, sind wir stattdessen zu einem Süßwarenstand, an dem mit einer Maschine kleine Teigkuchen gefüllt und warm verkauft wurden. Und weil wir zusehen konnten, wie dieser Teig mit köstlicher Schokolade gefüllt wurde mussten wir (Bettina!) natürlich eine große Schachtel kaufen.
</p>
<p>
ZACK! Schon hatten sie uns. Bis jetzt hatten wir es immer rechtzeitig gemerkt, aber diesmal waren wir nicht aufmerksam genug. Selbstverständlich waren diese wunderbaren warmen Kuchen nicht mit Schokolade, sondern mit Bohnenbrei gefüllt. Der kommt hier nämlich in viele Süßwaren. Ganz so fürchterlich schmeckte es zwar nicht, aber die große Packung hätte es jetzt auch nicht sein müssen.
</p>
<p>
Zurück in Roppongi haben wir noch den Foto-Automaten dazu bekommen, uns Aufkleber auszuspucken. Mal sehen, ob die Fotos es noch bis auf eine Postkarte schaffen.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-26-Tokio.html">&laquo; zurück zum siebten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-28-Osaka.html">weiter zum neunten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
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</html>
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<html>
<head>
<title>Japan, neunter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-27-Tokio.html">&laquo; achter Tag</a>&nbsp;<a href="2005-07-29-Osaka.html">zehnter Tag &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3578.jpg" alt="Hinweis an der Zimmertür im Hotel" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 6px; border: 1px dotted black;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Mit dem Englischen nehmen sie es hier nicht ganz so genau. Ok, sicher ist es schwieriger eine Sprache zu lernen, die mit der eigenen nicht verwandt ist. Aber auch Offizielles und ansonsten professionell gehaltene Produktverpackungen sind voll mit den abstrusesten Konstruktionen. Auf der Packung meines Frühstücks steht: "We want you to try to eat this sandwich." Mal sehen, ob ich das schaffe.<br/>
Das andere ist die Rechtschreibung. Die meisten Jugendlichen tragen T-Shirts mit englischen Aufdrucken. Und jeder zweite ist so falsch, dass es auch Menschen mit minimalen Englisch-Kenntnissen auffallen müsste. Besonders das Endungs-E hält man für überflüssig ("befor", "my favorit"). Am schönsten war aber ein T-Shirt, das man bei <a href="http://www.livehep.com/five/f1/sheltter.asp?sid=428">shel'tter</a> kaufen konnte. Aufdruck vorne: "VIRGIN". Aufdruck hinten: "This was an old t-shits". Es war herabgesetzt.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3219.jpg" alt="HEP Einkaufszentrum"/>
<h2>Zurück in Osaka</h2>
<p>
Heute ging es mit dem Shinkansen zurück nach Osaka. Im Zug konnte man zum Glück gut schlafen, wir hatten nämlich bis um halb drei Postkarten geschrieben. Dann hatten wir keine mehr und sind auf der Suche nach Nachschub durch Roppongi gezogen. Leider gab es nur Blankokarten mit aufgedruckter Briefmarke für Versand innerhalb Japans. Dafür haben wir eine Schere bekommen, mit der wir unsere Fotosticker zurechtschneiden können.
</p>
<p>
Nach Osaka zurück zu fahren war so, als würde man nach Hause kommen. Im Vergleich zu Tokio ist hier alles so übersichtlich. Wir sind dann gleich noch einmal nach Umeda gefahren um die ersten Mitbringsel zu kaufen. (Also, Nivea gibt es hier wirklich nicht überall.)
</p>
<p>
Bettina hatte kein Glück mit der Suche nach einem coolen japanischen Oberteil und ich hatte kein Glück damit, die Suche wenigstens etwas abzukürzen. Dafür habe ich im Virgin Megastore die Nadel im Heuhaufen gefunden. Hier dudelt nämlich überall ein bestimmtes Lied, das wir natürlich unbedingt haben mussten. In den Charts war es nicht und Vorsingen war uns ausnahmsweise zu peinlich, aber bei den Probehör-Stationen war eine CD, die genauso kitschig aussah, wie das Lied klingt, et voilà - das war sie!
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3571.jpg" alt="U-Bahn in Osaka"/>
<p>
Beeindruckend waren auch die <i>Character Merchandise Stores</i>. Ein Laden mit Disney-Artikeln, ein Laden mit Snoopy-Artikeln, ein Laden mit den Figuren aus der Semsamstraße. Da gibt es alles von der Snoopy-Namenskrawatte bis zur Schneewittchen-Brotbox. Und alles wird gekauft. Wir machen diesen gesteuerten Konsumwahn natürlich nicht mit. Wir haben das Einkaufszentrum direkt verlassen und sind ins benachbarte Warenhaus gegangen. Schließlich haben nur die eine spezielle "Hello Kitty"-Abteilung, in der es diese süßen Sachen gibt, die wir unbedingt nach Deutschland mitbringen müssen.
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-27-Tokio.html">&laquo; zurück zum achten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="2005-07-29-Osaka.html">weiter zum zehnten Tag &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</body>
</html>
@@ -0,0 +1,84 @@
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<html>
<head>
<title>Japan, zehnter Tag</title>
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<div style="position: absolute; top: 0px; right: 0px; padding: 5px; font-size: small;">
<a href="2005-07-28-Osaka.html">&laquo; neunter Tag</a>&nbsp;<a href="index.html">Inhaltsverzeichnis &raquo;</a>
</div>
<div style="margin-bottom: 8px; font-weight: normal;">
<div style="margin: 0px; margin-left: 8px; text-decoration: none; font-style: italic;">
<img class="imgleft" src="IMG_3612.jpg" alt="Information im Kaufhaus Takashimaya" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 6px;"/>
<h3>Randnotiz</h3>
<p>
Hier gibt es unheimlich viel Personal für alles Mögliche und Unmögliche. Einmal sind da massenhaft Reinigungskräfte, die die Bahnhöfe auf der dauernden Suche nach fallengelassenem Papier durchstreifen. Und dann gibt es die Kaufhäuser. Die müssen nämlich durch überproportional viel Personal nachweisen, dass das Wohl ihrer Kunden über allem anderen steht. In einem besseren Kaufhaus steht stets eine adrett gekleidete Dame an der Rolltreppe hinter dem Eingang und nickt jedem, wirklich jedem Kunden zur Begrüßung zu. Ab und zu wischt sie auch das Geländer der Rolltreppe.
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; padding: 0ex; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3593.jpg" alt="linker Wächter"/>
<img class="imgright" src="IMG_3591.jpg" alt="rechter Wächter"/>
<h2>Letzter Tag in Osaka</h2>
<p>
Da heute unser letzter Tag war, wollten wir nochmal das volle Programm haben. Deshalb sind wir zuerst einmal zum Shitennoji-Tempel gefahren und haben - TADA - doch tatsächlich noch ein Museum besucht. Das war zwar nicht sehr groß, aber ziemlich interessant. Neben riesengroßen zeremoniellen Gongs gab es sechshundert Jahre alte Biographie-Comics.
</p>
<p>
Innerhalb der Tempelanlage befindet sich auch ein großer Friedhof, was hier etwas Besonderes ist, weil man nicht sehr viel Platz hat, auch für Friedhöfe nicht. Zum Glück nehmen buddhistische Gräber traditionellerweise nicht so viel Platz ein. Außerdem gab es noch einen Teich in der Tempelanlage, der voll mit Schildkröten war.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgleft" src="IMG_3595.jpg" alt="Irgendwo zwischen Den-Den-Town und Namba"/>
<p>
Nachdem wir mit der Tempelanlage fertig waren, sind wir nach Den-Den-Town gefahren. Das ist der Stadtteil von Osaka, in dem man alles kaufen kann, was mit Technik zu tun hat. Wir hatten eigentlich eine Reihe von Media-Markt-Verwandten erwartet, fanden aber nur reihenweise Einzelhändler, die sich gegenseitig durch möglichst laute Außenwerbung zu übertreffen versuchten.
</p>
<p>
Außerdem gab es mindestens soviele Mangaläden wie Technikgeschäfte. Das sind hier ziemlich große, mehrstöckige Geschäfte mit meterlangen Regalgängen. Da gibt es billige Massenware, eingeschweißte Sammlerstücke (wie beim Comic Book
Guy bei den Simpsons) und natürlich Manga-Figuren. Und immer eine große Erwachsenenabteilung. Die Erotik-, nein, Porno-Mangas kann man hier überall kaufen - eine beliebte Lektüre für die U-Bahn.
</p>
</div>
<div class="content">
<img class="imgright" src="IMG_3606.jpg" alt="Irgendwo zwischen Den-Den-Town und Namba"/>
<p>
Als die Geschäfte anfingen, alle gleich auszusehen, sind wir umgekehrt und bis nach Namba gelaufen, wo wir noch ein letztes mal am Taiko-Dojo-Automaten getrommelt und ein Eis gegessen haben. Außerdem konnten wir noch ein paar Mitbringsel ergattern. Gegen sechs Uhr sind wir dann zurück nach Shin-Osaka gefahren und haben, wie bereits lange geplant, die Süßwaren- und Trockenfisch-Abteilungen unserer beiden Lieblingssupermärkte halb leer gekauft. Glücklicherweise haben wir beide noch ziemlich viel Platz in unseren Koffern. Die Gepäckkontrolle morgen verspricht jedenfalls lustig zu werden. Ist die Ausfuhr von Tintenfisch und Schokopilzen irgendwie beschränkt? Eigenbedarf können wir wohl kaum geltend machen...
</p>
</div>
<div class="content">
<p>
<a href="2005-07-28-Osaka.html">&laquo; zurück zum neunten Tag</a><br/>
</p>
<p>
<a href="index.html">zum Inhaltsverzeichnis &raquo;</a><br/>
</p>
</div>
<div style="clear: both; margin: 0px;">&nbsp;</div>
<div style="clear: both; margin: 8px; border-top: 1px solid #AA0000;"></div>
</body>
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<br/>
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<h1>Japanreise 2005</h1>
<ol>
<li><a href="2005-07-20-Osaka.html">20. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-21-Osaka.html">21. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-22-Osaka.html">22. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-23-Osaka.html">23. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-24-Osaka.html">24. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-25-Tokio.html">25. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-26-Tokio.html">26. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-27-Tokio.html">27. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-28-Osaka.html">28. Juli</a></li>
<li><a href="2005-07-29-Osaka.html">29. Juli</a></li>
</ol>
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<div class="content">
<a href="2005-07-20-Osaka.html">weiter zum ersten Tag &raquo;</a>
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