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<TITLE>Goldoni</TITLE>
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<H1 ALIGN=right><B>Carlo Goldoni</B></H1>
<p>Carlo Goldoni wurde Anfang des 17. Jahrhunderts in Venedig geboren. Er interessierte sich schon fr&uuml;h f&uuml;r das Theater und war als kleiner Junge Mitglied in einer Schauspieltruppe. Sp&auml;ter studierte er Philosophie und Jura, wurde jedoch von der Universit&auml;t verwiesen, da er sich auch weiterhin seiner k&uuml;nstlerischen Ader hingab und schon seine ersten Gedichte in den Augen der Universit&auml;tsleitung zu satirisch waren. <BR>
So reiste Goldoni viel durchs Land und schrieb Opern und auch einzelne Lustspiele, die alle gro&szligen Anklang beim Publikum fanden.
Als er schlie&szliglich wieder nach Venedig kam, verlobte er sich, doch floh er vor der Eheschlie&szligung aus der Stadt und reiste ohne konkretes Ziel durchs Land. <BR><BR>
Goldoni war an ber&uuml;hmten Theatern Venedigs wie dem Teatro San Luca oder dem Teatro Sant Angelo als Theaterschriftsteller unter Vertrag. Aber er empfand den bis dahin &uuml;blichen Theaterstil der Commedia dell' arte zu einengend, da die Rollen gem&auml;&szlig der Tradition zu stark festgelegt waren. Au&szligerdem waren ihm die Handlung zu platt, die improvisierten Sp&auml;&szlige zu flach und der sittliche Gehalt mangelhaft. Deshalb schuf er eine neue, eigene Stilrichtung, die Commedia del carattere, was ihn zu einem Revolution&auml;r in der Theaterdichtung machte. Einige der urspr&uuml;nglichen Masken sind noch in seiner neuen Stilrichtung erkennbar, so zum Beispiel die des Cavaliere, der auch in unserem St&uuml;ck wieder zu finden ist. <BR>
Meist stellte Goldoni das Alltagsleben einfacher Leute dar und verwendete Alltagssprache und venezianische Mundart. Seine Kom&ouml;dien zeichnen sich immer durch &uuml;berlegene Heiterkeit aus. Ein St&uuml;ck dieser Richtung ist zum Beispiel die ber&uuml;hmte Verwechslungskom&ouml;die "Il servitore di due padroni" ("Der Diener zweier Herren") aus dem Jahre 1753. <BR>
Im Ganzen hat Goldoni &uuml;ber 150 St&uuml;cke verfasst. Anfangs waren es noch Trag&ouml;dien und vereinzelt auch ein paar Opern, sp&auml;ter jedoch widmete er sich den Kom&ouml;dien. Seine St&uuml;cke schrieb er entweder in italienischer oder franz&ouml;sischer Sprache. Speziell f&uuml;r die Kom&ouml;dien nahm sich Goldoni Moliere als Vorbild.<BR>
Vor allem seine neuen Lustspiele kamen beim Volk gut an, doch wurde er wegen seiner revolution&auml;ren Ideen von anderen, konservativen Theaterdichtern hart attackiert. Seine gr&ouml;&szligten Rivalen waren Gozzi und Chiari.<BR>
Als der Druck zu stark wurde, floh er nach Paris, wo er unter K&ouml;nig Louis XVI. als Italienischlehrer am Hofe diente.<BR>
Durch die Franz&ouml;sische Revolution und den Sturz des K&ouml;nigs geriet Goldoni in &auml;rmliche Verh&auml;ltnisse. Als 1793 nach einem Beschluss der Nationalversammlung ihm sein die Revolutionszeit &uuml;ber verweigertes Gehalt der Vorjahre wiedererstattet werden sollte, lag Goldoni bereits im Sterben.<BR><BR>
Heute kann man in Venedig ein Bronzestandbild sehen, das die Stadt ihm zu Ehren errichtet hat. </P></FONT>
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